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Christel Müller

das wesentliche ist einfach,
nur ist es schwer, es herauszufinden

Schon frühzeitig hat mich die Muse geküsst. Lief ich im Jahr 1951, mit drei Jahren im thüringischen Erfurt bereits für das dortige Kinderbekleidungswerk auf dem Laufsteg, so sollten wenige Zeit später im Ostteil Berlins der Berliner Rundfunk und das Fernsehen der DDR mit ihren Kinderensembles „Gisela und die Piepmätze“ und später die „Fernsehfinken“ meine musikalische Kindheitsheimat werden. Erste Berührungen durch öffentliche Auftritten im Berliner Friedrichstadtpalast, der Sporthalle und dem Tierpark Berlin, halfen die Ehrfurcht vor der Öffentlichkeit ein klein wenig abzubauen.
In meiner Jugend dienten mir alle berühmten Theater dieser Stadt – nahezu im Rhythmus von einem Monat – als willkommene Freizeitoase.
Ich selbst spielte Geige im Schulorchester der historisch berühmten, humanistisch ausgerichtete altsprachlichen Schule „Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster“ – zu DDR-Zeiten unreflektiert nur 2. EOS Berlin-Mitte genannt – in der Schuloper von Bertold Brecht und Kurt Weill „Der Jasager und der Neinsager“ im Berliner Ensemble unter der Regie von Ruth Berghaus.
Dieses Erlebnis hat mich künstlerisch maßgeblich geprägt.
Gleichbedeutend eindrucksvoll für meinen künstlerischen Werdegang unterstützend war das Lesen, ja nahezu Verschlingen von Büchern, besonders
fasziniert haben mich Marguerite Duras „Hiroshima, mon amour“, Antoine de Saint Exupérys „Der Kleine Prinz“, die Theaterwerke von Jean Anouilh „Jeanne und die Lerche“, das Ballett von Werner Egk „Abraxas“, die Musik von Ludwig van Beethoven, Max Reger, Jean Sibelius und Carl Orff sowie die musikalischen Werke der Gegenwartskomponisten Harald Weiss und Enjott Schneider, die Bildkunst eines Giorgio Chirico und von Ben Willikens und das Kunstcredo des Kulturphilosophen Bernd Kauffmann.

Später, nach meinem Studium des Bauwesens und der Architektur an der Technischen Universität Dresden habe ich die ästhetische komplexe Umweltgestaltung im ländlichen Bereich als „enfant terrible“ der Kreisarchitekten zu meiner künstlerischen Arbeitsaufgabe gemacht.
Später, als Ratsmitglied für Kultur – dem heutigen Kulturdezernenten – konnte ich meine komplexe Auffassung von Kunst und Kultur unbeschadet von äußeren Beeinflussungen erfolgreich umsetzen .

In meinem zweiten Arbeitsleben, was nach der Wende begann, studierte ich in Hamburg im Fernstudium Journalismus und schrieb u.a. für Thüringens größte Tageszeitung, die „Thüringer Allgemeine“ im Feuilleton Kunstkritiken.
Zuvor aber wartete praktische Theaterarbeit in Chemnitz auf mich.
In einem Pilotprojekt „TACH- Theater Arbeitsloser“ des sozialen und kulturellen Instituts war ich zwei Jahre lang – für die Dauer dieses ABM-Projektes – als Texterin, Dramaturgin, Regisseurin und Mitspielerin angestellt.
Parallele Weiterbildungen in den Fachgebieten „Theaterpädagogik“ am Deutschen Nationaltheater Weimar, „Methodik und Didaktik in der Erwachsenenbildung“ an der IHK Chemnitz sowie Kurse in „Psychologie“ im Rahmen eines weiteren Fernstudiums komplettierten mein Allgemeinwissen auf sozialen und kulturellen Gebiet.
Eigene Theaterprojekte in der Freien Kunstszene als Freie Autorin, einen Status, den ich noch heute innehabe, schlossen sich an.
Nachfolgende Übersicht vermittelt einen kleinen Einblick.

Übersicht über Theaterprojekte

Schlösser
oder Bestandsaufnahme

UA Chemnitz 1997
Ein Projekt von TACH, Theater Arbeitloser Chemnitz
Text, Regie, Dramaturgie, Schauspiel

Die Wahlverwandtschaften, oder
Was Pferde so denken

Szenische Lesung in Ettersburg
UA Ettersburg 1999
Frei nach Johann Wolfgang von Goethe
Deutsches Nationaltheater Weimar
Text

Romeo und Julia
EA Erfur 2004
Ein stilles Theaterprojekt
Frei nach Shakespeare
Ein Projekt de Lebenshilfe Erfurt e.V.
Regie, Dramaturgie

Wolkenkuckucks Reisen auf die Erde
UA Land Thüringen 2003 – 2007
Ein muskalisch-literarisches Theater für Kindergartenkinder
Texte, Regie, Musikdramaturgie, Bühnenbild

Swimmy
EA Berlstedt 2008
Ein Tanztheater
Nach Leo Lionni
Regie, Choreografie

mons aetherum
Ein Tanztheater über Buchenwald
unveröffentlicht 1998
Text, Musikdramaturgie

Der ratlose Olymp
Ein tragisches Märchen
unveröffentlicht 2011
Text, Musikdramaturgie

Peter und der Wolf
EA Zimmernsupra 2010
Musikalisches Märchen von Sergej Prokofiew
Spontantheater
Regie, Dramaturgie

Ali und der Zauberkrug
EA Zimmernsupra 2011
Musiklaisches Märchen von Karl-Heinz Böhm und Enjott Schneider
Spontantheater
Regie, Dramaturgie

UA – Uraufführung
EA – lokale Erstaufführung

Übersicht über literarische Veröffentlichungen

„WIR vom Jahrgang 1948. Kindheit und Jugend.
Aufgewachsen in der DDR“

/Wartberg Verlag 2007, 4. Auflage 2008/

Lyriktext zum 4. Satz „Fragmente“
der „Glockensinfonie“ von Enjott Schneider,

(Uraufführung Domstufenfestival Erfurt 1999)
/Theater Erfurt, Erfurter Domstufen 99, Festspiele in der Landeshauptstadt,
Seite 63/64 /

„Bilder aus dem Landkreis“
/STADT-BILD-VERLAG Leipzig 1993/

Vier Architekturbeiträge, ein Interview:
„apropos architektouren“
/Architektenkammer Thüringen, 1998/

Herausgeberin der Autobiografie
„Der Zauberbach“
von Herbert Schlehahn
/SAMIRA VERLAG 1999/

Veröffentlichungen auf der Feuilletonseite nachfolgender Zeitungen:
Thüringer Allgemeine
(Theater-, Ausstellungs- Buchkritiken)
Ostthüringer Zeitung
(Theaterkritiken)
Glaube und Heimat
(Theaterkritiken)
Neues Deutschland
(Tanztheaterkritik)
Deutsches Architektenblatt
(Architekteninterview)
das liebhaberorchester
(werkstattrezension)

„Kunst der Heimat – Heimat der Kunst„
„Gebaute Geschichte“
(Landratsamt Brand-Erbisdorf 1993)

Bewegt ins Jahr 2008
(Lyrikkalender)

Lyrikveröffentlichung in der Jokers Gedichte-Datenbank 2010

Alle Stücke des Autors


Zeus, Athena and other ancient Greek gods and deities, national university of Athens Greece neo-classical building detail

Der ratlose Olymp