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Histotainment, Musical / Musiktheater, Oper, Rockmusical

A Midsummer Night’s Dream

Rock-Oper nach der Komödie „Sommernachtstraum“ von William Shakespeare

Autor: Christian Cieslak
Musik: Christian Cieslak
Orchestrierung: keine
Besetzung: Damen 4 / Herren 8
Dauer: 120–150 Min.
UA: 21. Mai 2004, Akademischen Gesangverein München
DE: 21. Mai 2004, Akademischen Gesangverein München

Cantus Empfehlung: Spielbar für erfahrenes Amateurtheater, Profitheater.

«Und welche Zauberwelten werden da beschworen: die Welt des Sommernachtstraums mit dem Ehekrach zwischen der Feenkönigin Titania und ihrem Oberon, der aus Rache den Kobold Puck ausschickt, um Verwirrung zu stiften, bis Titania einen Esel liebt.» Dietrich Schwanitz

Besetzungsliste

  • Theseus – NR Schauspiel-Bariton, erhabener Herzog von Athen
  • Hippolyta – NR Schauspiel-Mezzo, Königin der Amazonen, widerspenstige Braut von Theseus
  • Hermia – HR Musical-Sopran, klassische Prägung, jugendliche Liebhaberin, verliebt in Lysander
  • Helena – HR Musical-Mezzo/Alt, klassische Prägung, jugendlich tragische Liebhaberin, unglücklich verliebt in Demetrius
  • Lysander – HR Musical-Tenor, klassische Prägung, jugendlich stürmischer Liebhaber, verliebt in Hermia
  • Demetrius – HR Musical-Bass-Bariton, klassische Prägung, jugendlich intriganter Liebhaber, auch verliebt in Hermia
  • Egeus – NR klassischer Bass, alter patriarchisch sturer Vater von Hermia
  • Titania – HR Musical-Sopran mit Belt, Tanz, stolze Elfenkönigin, im Dauerzank mit Oberon
  • Oberon – HR Musical-Bariton mit Belt, Tanz, stolz erhabener Elfenkönig
  • Puck – HR Musical-Tenor mit Belt, Tanz, flinker Lausbub-Diener Oberons
  • Titanias Elfen (4+) – NR Musical-Sängerinnen/Tänzerinnen, Sopran und Alt
  • Oberons Elfen (3+) – NR Musical-Sänger/Tänzer, Tenor und Bass
  • Handwerker – komische Schauspielrollen mit Gesang
  • Quince+Bottom – HR Bariton
  • Snug+Flute – NR Tenor
  • Snout – NR Bass

Theseus und Hippolyta könnten von den Darstellern von Titania und Oberon in Doppelrollen übernommen werden.
Theoretisch könnten auch die Elfen Oberons die drei Handwerker-Nebenrollen besetzen, jedoch, wegen der Chor-Wirkung etlicher Passagen, wäre ein Ensemble von 20+ Sängern schon wünschenswert.

Orchester
Flöte, Oboe, Klarinette, Tenor-Saxophon, Fagott, Trompete, 2 Hörner, 2 Posaunen (Ten-Bass), Pauken (3), Harfe, Perkussion, Drumset, 2 E-Gitarren, E-Bass, Klavier, Streichquintett (7/6/5/4/3)

Ouverture

Aus dem Dunkel des Zuschauerraums schweben die Elfen auf die Bühne, um dem Publikum mit der Ouvertüre das Programm des Abends mitzugeben:

“We’ve come to tell you fairytales, of laugh and love-in-idleness,
so let us seduce you to realms of grace and beauty
and dream you away in a summer night!“

1. Akt, Szene 1

Die erste Szene spielt in Athen. Theseus, Herzog von Athen, und Hippolyta, Königin der Amazonen, wollen heiraten. Da erscheint Egeus, ein Athener, gefolgt von seiner Tochter Hermia und dem jungen Athener Lysander, die ein Liebespaar sind. Egeus jedoch hält Demetrius für die bessere Wahl und tritt mit einer lautstarken Bass-Arie auf den Plan um sein väterliches Recht einzufordern. Demetrius ist vernarrt in Hermias Schönheit und hat bei Egeus auch schon um ihre Hand angehalten. Davor hatte er sich aber bereits mit Helena, einer Freundin Hermias verlobt. Egeus verlangt, dass Hermia bestraft werde, wenn sie seiner Forderung, Demetrius zu heiraten, nicht entspreche. Theseus erklärt, sollte sich Hermia weiterhin nicht dem Willen des Vaters fügen, müsse sie entweder in ein Nonnenkloster oder sterben. Der Herzog setzt ihr eine Frist, in der sie sich entscheiden soll. Nachdem Egeus und Demetrius zu einem vertraulichen Gespräch mit Theseus gebeten wurden, entwickeln Lysander und Hermia in ihrem innigen Liebesduett einen Plan, um aus Athen zu fliehen. Als Helena, die Freundin Hermias, kommt, erzählen ihr die beiden, dass sie sich am Abend des nächsten Tages in einem Wald treffen und fliehen wollen. In der Hoffnung, dass der von ihr Geliebte sich dankbar zeigen möge, verrät Helena den Plan an Demetrius.

1. Akt, Szene 2

Szenenwechsel: Unter der Leitung von Peter Quince treffen sich fünf Athener Handwerker, die das Stück „Pyramus und Thisbe“ (nach Ovid) auf der Feier bei der Hochzeit von Theseus und Hippolyta aufführen wollen. Bottom gibt im Heldenlied deutlich zu erkennen, wer im Ensemble der Handwerker die „Hauptrollenhosen“ anhat. Sie verteilen die Rollen und verabreden sich im Handwerkerlied I für den folgenden Abend zur Probe im Wald.

2. Akt, Szene 1

In eben diesem Wald streiten sich an besagtem Abend Oberon, König der Elfen, und Titania, Königin der Elfen, die einen jungen indischen Prinzen aufgenommen hat, den Oberon als Pagen herausverlangt. Nach einer kurzen Ouverture II berichten Puck und eine Elfe Titanias in einem spielerischen Duett vom Zwist der Elfenherrscher. Sofort entlädt sich im Donnergrollen des großen Streitduetts die gewaltige Dimension des Streites zwischen Oberon und Titania. Unversöhnt zieht Titania von dannen. Er will ihr nun einen gemeinen Streich spielen. Er gibt seinem vertrauten Elf Puck (Robin Goodfellow genannt), den Auftrag, eine einzigartige Zauberblume zu beschaffen, die einst von Cupidos Pfeil getroffen wurde. Der Nektar dieser Blume, kommt er in die Augen eines Schlafenden, sorgt dafür, dass dieser sich in die nächste lebende Kreatur verliebt, die er sieht. So soll es mit Titania geschehen. Während Puck unterwegs ist, kommen Demetrius, der Lysander und Hermia sucht, und Helena, die ihm gefolgt ist. Im Anti-Duett stößt er Helena ein ums andere Mal von sich, worauf sie sich allerdings nur noch fester an ihren angebeteten Demetrius klettet. Oberon beobachtet den Streit der beiden und gibt Puck, als der zurückkommt, den Auftrag, nach einem jungen Athener zu suchen, der von einer Frau verfolgt wird, und ihn mit dem Saft der Zauberblume für ihre Liebe empfänglich zu machen.

2. Akt, Szene 2

In einem sinnlichen Elfenlied wiegen Titanias Elfen diese in den Schlaf. Oberon tritt unbemerkt hinzu und träufelt ihr zum Motiv der Zauberblume mit dem berühmten Spruch “What thou seest when thou dost wake, do it for thy true love take…“ den Nektar der Blume in die Augen. Hermia und Lysander haben sich derweil verlaufen und legen sich sicherheitshalber erstmal im Wald schlafen. Bald darauf erscheint Puck, hält Lysander für den gesuchten jungen Athener und verbreitet den Nektar auf seinen Augenlidern. Dann kommen Helena und Demetrius. Helena sieht den schlafenden Lysander und stolpert über ihn; er verliebt sich sofort in sie und folgt ihr. Kurz darauf erwacht Hermia, stellt fest, dass Lysander verschwunden ist, und zieht erschrocken und ängstlich alleine weiter.

3. Akt, Szene 1

Ein lustiges Handwerkerlied II auf den Lippen finden sich die passionierten Schauspiel-Tölpel auf einer Waldlichtung ein und beginnen kontrovers diskutierend ihre Probe. Puck kommt dazu und setzt Nick Bottom einen Eselskopf auf. Zu Tode erschrocken „dezentrifugiert“ sich die Handwerkertruppe im Erschreck-Davonlauf. Daraufhin führt Puck Bottom zu Titania, die aufwacht, sich blitzartig in das Ungetüm verliebt und ihn in ihrer orientalischen Pseudo-Arie zuerst ver- dann ab- und schließlich ihren Elfinnen zu-führt.

3. Akt, Szene 2

Oberon, der sich mit Puck im Erfolgslied darüber derb und köstlich amüsiert, entdeckt kurz darauf Pucks Fehler hinsichtlich Lysander. Er befiehlt Puck, Helena zu holen, und wendet selbst das Mittel bei Demetrius an. Als Helena erscheint, wacht Demetrius auf und verliebt sich in sie. Nun lieben beide, Lysander und Demetrius, Helena. Hermia tritt auf und fühlt sich von den Dreien aufs Übelste verspottet. Das Verwirrungsquartett steigert athenisches Gezeter, Unverständnis und Liebesschwüre ins Unermessliche. Oberon erkennt das Chaos und befiehlt Puck, dieses rückgängig zu machen. Dieser treibt zunächst die beiden Duellanten Demetrius und Lysander in die Irreführung und sorgt dann dafür, dass die vier jungen Menschen aus Athen getrennt voneinander einschlafen und wendet nochmals den Zauber bei Lysander an. Ein kurzes geheimnisvolles Aufwabern der Motive von Zauberblume und Theseus-Reich entlässt den Zuschauer in die Pause (Schluss III).

4. Akt, Szene 1

Den Startschuss in die finale Hälfte gibt die Ouverture IV und wir blicken kurz in das zauber- und schlaftrunkene Treiben von Titania-Bottom-Elfen. Oberon sehnt sich nach seiner Königin und erklärt die Eselsstrafe für beendet. Er befreit sie von der Wirkung des Liebesnektars und erweckt sie zum gemeinsamen Versöhnungstanz. Puck spricht einen Zauber, so dass Zettel sein ursprüngliches Aussehen zurückerhält. Der Morgen dämmert bereits und eine athenische Jagdgesellschaft, namentlich Theseus, Hippolyta und Egeus nähert sich und sie entdecken die schlafenden Liebenden. Pucks Zauber wirkt: Lysander liebt Hermia so wie sie ihn, und auch Demetrius und Helena sind ein glückliches Paar. Theseus lädt sie alle ein, ihm in einer dreifachen Hochzeit zum Altar zu folgen. Ungläubig ob der Worte Theseus’ und ihres vollkommenen Glücks erklingt innig und leise das Liebesquartett.

4. Akt, Szene 2

Die Handwerker finden einen verwirrten Bottom, der hochtrabend lyrisch versucht, das Erlebte (oder Erträumte?) zu ergründen und sie bereiten sich voller Wiedersehensfreude im Handwerkerlied III für die triumphale Aufführung ihres Stückes auf der athenischen Dreifachhochzeit vor.

5. Akt, Szene 1

Der Herzog nebst Gattin müssen sich von den Liebespaaren im gemeinsamen Sextett wieder und wieder die unglaubliche Geschichte ihres Teils dieser Sommernacht berichten lassen (“Is this the real life? Is this just fantasy?“). Die Handwerker spielen nun das Stück-im-Stück über Pyramus und Thisbes weniger von Erfolg gekrönte Liebes-Variante dem seelig-belustigten Publikum vor. Ein Athenisches Finale lässt Edelleute und Handwerker für einen kurzen Moment hellsichtig in die Unverlierbarkeit des Wunders menschlicher Liebe blicken, worauf ein freudiges Bankett angetanzt wird. Die drei Hochzeitspaare begeben sich zu Bett. Es ist wieder Mitternacht und Elfenstunde: Ein Tangoduett der Feen unter Oberon und Titania, welche die Hallen, in denen sich das Ereignete zugetragen hat, mit Wohlwollen segnen.
Noch ein letztes Mal erscheint Puck auf der Bühne und spricht direkt zum Publikum, während die Elfen in kindlicher Unbeschwertheit mit den Requisiten der Handwerker dem Raum entschweben.

”Give me your hands if we be friends,
And Robin shall restore amends.”

Und leise entschwebt schließlich auch die Musik in die himmlische Unendlichkeit der geträumten Sommernacht.

Pressestimmen

Bei „A Midsummer Night’s Dream“ handelt es sich um eine aufregende 90-Minuten-Show, in der die bekannte Geschichte von William Shakespeares berühmtester Komödie erzählt wird. Wagen Sie es, in die herrlich rauschhaft, bunte Welt listiger Elfen, verzweifelter Liebespaare und urkomischer Tölpel einzutauchen, in dieser von Presse und Publikum hochgelobten neuen Pop-Oper-Version von Shakespeares Theater-Meisterwerk.

„Viele faszinierende Momente!“ Hairline – „Sehr effektvolle musikalische Stimmungswechsel“ – „Eigentlich klingt es unmöglich, aber diese Show ist beides: shakespeare-authentisch und überraschend modern“ The Scotsman

„A Midsummer Night’s Dream – Das Musical“ ist die Weltpremiere eines überwältigenden Musiktheater-Ereignisses mit aufregender neuer Musik zu vielen originalen Shakespeare-Versen.

Pressezitate Fringe-Festival Edinburgh 2005

Hörprobe

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