Apfelblüten | Cantus Verlag
Kindertheater / Jugendtheater, Theater / Drama

Apfelblüten

Autor: Martin Umbach
Besetzung: Damen 13 / Herren 6
Dauer: 120–150 Min.

Cantus Empfehlung: Für Schüler ab 14 Jahre spielbar.

Welchen Wert hat die Wahrheit, wenn nur die Lüge das eigene Überleben sichert? Welchen Wert hat das Überleben, wenn es von der Lüge vergiftet wird – über 3 Generationen hinweg?

Ausführliche Synopsis

1943. Franziska, eine junge Jüdin in Deutschland. Sie konnte sich mit ihrer Familie in wechselnden Verstecken vor dem Zugriff der Mörder bewahren. Bis zu dem Tag, an dem an dem ein alliierter Bombenangriff das Haus trifft, in dem die Rechtlosen sich verborgen haben. Nur Franziska übersteht das Inferno. Sie nimmt die Identität einer verstorbenen „arischen“ Deutschen an – und erfährt dabei Hilfe von Robert von Wienke, einem jungen SS-Mann. In einer Welt des nackten Entsetzens und der kollektiven Entmenschlichung auf Seiten der Täter wie der Opfer entsteht zwischen den beiden eine aussichtslose Liebe. Als sie von ihm schwanger wird, schickt er sie nach Norwegen in ein Heim der Organisation „Lebensborn“. Eine Tochter kommt zur Welt. Kurz vor dem Ende des Krieges offenbart Robert ihr, dass er die ganze Zeit um ihre wahre Identität wusste – und sie dennoch geschützt hat. Aber gerade diese Wahrheit ist es, die ein weiteres Zusammensein unmöglich macht.
Nach dem Krieg nimmt Franziska ihre alte Identität wieder an und emigriert zusammen mit ihrer Tochter, die sie jetzt Ruth nennt, und anderen Überlebenden der Shoa nach Palästina. Dabei gerät sie in Erklärungsnot, wer der Vater des Kindes ist. Soll sie bekennen, dass sie als Jüdin einen SS-Mann liebte? Wieder greift sie zur Lüge: Das Kind sei gar nicht ihr eigenes, rechtfertigt sie das eigentlich Unmögliche. Diese Lüge erhält sie jahrzehntelang aufrecht – auch ihrer Tochter gegenüber, die bis heute glaubt, nur Franziskas angenommenes Kind zu sein.

Ruth hat mittlerweile selbst eine erwachsene Tochter, Dana. Die drei Frauen – die greise Franziska, ihre Tochter Ruth und Dana – leben gemeinsam in einer Wohnung in Tel Aviv. Dana ist Sängerin in einer Rock-Band, wird aber demnächst in die israelische Armee eingezogen.
Da erscheint Hermann von Wienke, ein junger Deutscher. Wie sich herausstellt, hat er den Auftrag, die nunmehr greise Franziska ausfindig zu machen – und ihr einen Brief und andere Dinge von seinem vor kurzem verstorbenen Großvater Robert von Wienke zu übergeben. Zuerst aber sucht und findet er die Bekanntschaft von Dana. Sie findet großen Gefallen an dem jungen Mann aus Deutschland. Obwohl von sehr unterschiedlicher Wesensart, verlieben sich die beiden.

Aber Hermann muss seinen Auftrag ausführen, gerade jetzt! Er kann Dana ja nicht verschweigen, dass sie Cousin und Cousine sind: Robert ist ihr gemeinsamer Großvater! In der Pause eines Konzert von Dana kommt es zur Konfrontation. Hermann übergibt der anwesenden greisen Franziska die für sie bestimmten Hinterlassenschaften seines Großvaters.

Und Franziska erkennt sie an. Ja, sie hat diesen Mann geliebt und ja, die ebenfalls anwesende Ruth, die jüdische Israelin, ist die Tochter eines SS-Mannes, die Frucht einer ganz und gar unerhörten Liebe. Für Ruth bricht eine Welt zusammen.
Aber vielleicht haben jetzt die beiden Jüngsten in der Generationenreihe, Hermann und Dana, die Chance auf eine Zukunft jenseits von Rassenwahn und Unmenschlichkeit …

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