Auf dem Canal grande | © Johanna Mühlbauer | Cantus Verlag
Histotainment, Theater / Drama

Auf dem Canal grande

(in memoriam Conrad Ferdinand Meyer)

Autor: Klauspeter Bungert
Orchestrierung: keine
Besetzung: Damen 3 / Herren 3
Dauer: 120–150 Min.
Spielbar ab: ab 18 Jahren

Cantus Empfehlung: Nicht schwer zu inszenieren. Erfordert aber exzellente Darsteller.

Das nach einem Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer betitelte Stück ist eine im Detail frei gestaltete Familien-Tragikomödie und setzt historische und erfundene Gestalten zu einem Lebensbild des alten, zeitweise in einer Nervenheilanstalt untergebrachten Dichters zusammen.

Besetzung/Rollen/Charakter

  • Conrad Ferdinand Meyer, an die 70; kurzsichtig, mit kleiner Brille; oft vergesslich und apathisch, dann wieder entschlossen und klar
  • Luise Meyer-Ziegler, Ende 50; über das Leben ihres angeschlagenen Gatten mit manchmal begründeter, manchmal übertriebener Eifersucht wachend
  • Camilla, ihrer beider 13-jährige Tochter; in ihrer unbefangenen Kindlichkeit der Glanz des Hauses; durch die äußeren Umstände in ihrer Entfaltung behindert
  • Betsy Meyer, sieben Jahre jünger als Conrad; begreift sich als im Dienst des Bruders stehend und fühlt sich von Frau und Kind Conrads ausgegrenzt
  • Jürgen, junger Insasse der Nervenheilanstalt; hat sich aufgrund der literarischen Botschaften Meyers an den alten Herrn bis zur Selbstaufgabe verloren
  • Anstaltsarzt, in die 50; verspannt und abgründig; Zyniker

Bühnenbild/Inszenierung

  • Zimmer in einer vornehmen Nervenheilanstalt
  • Arbeitszimmer Meyers zu Hause

Ausführliche Synopsis

  • Anstalt: Luise verliert die Fassung, als Meyer sie mit seiner Schwester Betsy verwechselt. Jürgen versucht, Meyer von seinen im Werk verschlüsselten emotionalen Möglichkeiten zu überzeugen. Meyer ruft aufgebracht das Anstaltspersonal zur Hilfe.
  • Anstalt: Meyer unterstellt Besucherin Betsy, der verklemmten Mutter nachzuschlagen, der er die Schuld an seiner verspäteten Ehe zuschreibt. Betsy reagiert empört, ohne zu vergessen, wen sie vor sich hat. Luise dringt empört ins Krankenzimmer, wirft Betsy und dem Anstaltsarzt vor, ihren Mann aufzuregen, und nimmt ihn mit nach Hause.
  • Arbeitszimmer: Luise instrumentalisiert die Schwäche Meyers für eine publizistische Intrige gegen Betsy. Zu spät wird Meyer klar, dass er eine Erklärung unterschrieb, die seiner innersten Überzeugung widerspricht.

Presse

Überblicksartikel über die Buchausgabe sämtlicher Dramen Klauspeter Bungerts (Verlag 28 Eichen, Barnstorf 2015) bis zum Redaktionsschluss in:

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