Blumen der Sterne | © Romolo Tavani | Cantus Theaterverlag
Musical / Musiktheater, Schulmusical

Blumen der Sterne

Eine musikalische Ballade oder eine kleine Weisheit?

Autor: Helga Röhrl
Musik: Helga Röhrl, Alexander Westphal
Orchestrierung: Playback
Dauer: 90–110 Min.
UA: 1998 Gunzenhausen
DE: 1998 Gunzenhausen
Spielbar ab: 14–15 Jahre

Cantus Empfehlung: Ein „Musical“, das glücklich macht. „Meine Gedanken fühlen sich frei, frei von all dem Bösen mit Liebe verbunden dem Mensch, dem Tier, den Pflanzen und...“

Während einer schwierigen Operation wird Anna, eine Frau in den mittleren Jahren, ihr Leben ein zweites Mal geschenkt. Sie nimmt diese Chance wahr und macht sich auf die Suche nach dem Sinn des neuen Lebens, auf die Suche nach einer Freiheit – der Freiheit der Liebe. Auf dem Weg durch Höhen und Tiefen wird Anna von einer unbekannten Hilfe begleitet, die ihr aus dem Licht der Sterne leuchtet. Immer näher kommt sie ihrem Ziel. Sie fühlt sich verzaubert wie in einem Märchenland und hält am Ende die Blumen der Liebe in der Hand.

Kommentar der Autorin

Das Stück wurde einige Male lokal aufgeführt – mit großem Erfolg! Jedoch gründete ich kurz darauf die Kindertheatergruppe „Wir halten zusammen“ und wandte mich dem Schreiben und Inszenieren von Stücken für Kinder zu. Dadurch blieb „Blumen der Sterne“ in der Schublade liegen. Aber jetzt wurde ich darauf aufmerksam gemacht, wie viele Menschen ich damit erreicht und bewegt habe. „Blumen der Sterne“ konnte nicht liegenbleiben. Nachdem ich mit Cantus in Kontakt trat, überarbeitete ich das Stück und verlieh ihm ein frisches Gewand.

Besetzungsliste

Viele Rollen können auch mit Damen besetzt werden. Sehr flexible Besetzungsmöglichkeiten.

  • Mutter – Anna: Eine gefühlvolle, herzliche Frau, kann sie sehr gut mit ihrer Stimme Mezzosopran übermitteln. Sie liebt ihre Kinder sehr. Die Angst, als ihr Mann in den Krieg ziehen muss, prägt ihr Gesicht sorgenvoll. Altmodische Kleidung!
  • Vater – Blumenlicht: Freundschaftlich, fürsorglicher Vater. Die Sorgen um seine Kinder und die Verabschiedung von seiner Familie fallen dem jungen Vater sehr schwer. Ist zu bemerken in der traurigen Baritonstimme. Normale Kleidung!
  • Junge: Familie – Flucht – Gesang Regenschirm – Tier Höhepunkt
  • Mädchen: Familie – Flucht – Gesang Regenschirm – Tier Höhepunkt!
  • Mädchen: Familie – Flucht – Gesang Regenschirm – Tier Höhepunkt.
  • Junge im Krankenzimmer – Christoph: Nachdem der durchsichtige Vorhang vom Krankenzimmer zur Natur geöffnet wird, sieht Anna den spielenden Jungen, normale Kleidung. der ihr abwinkt! Doch sie reicht ihm immer wieder ihre Hand entgegen.
  • Alter Mann – Bettler: Alter Mann sitzt, auf einem Stein im „Freien,“ trägt normale Kleidung
  • Anna – Mutter: Sie macht sich mit ihrem lebhaften Temperament – buntes Sommerkleid, weiße Turnschuh – auf die Suche nach einer Freiheit, die sie während einer schweren Operation kennen gelernt hat und glaubt sie in ihren Kinderliedern, die sie mit ihrer warmen, fröhlichen Mezzosopranstimme singt, gefunden zu haben.
  • Christoph – Junge im Krankenzimmer: Ein kleiner, zehnjähriger Junge – normale Kinderkleidung! Trotz seiner Behinderung, der Blindheit ist er ein aufgewecktes, glückseliges Kind, das mit der lebhaften Kinderstimme fröhlich die Kinderlieder singt.
  • Arzt – Jörg: Sehr freundlich und zu vorkommend – grüner Kittel – aber auch unsicher, denn Anna könnte während der Operation etwas passieren.
  • Ärztin – 1.Tänzer und Baum wie Arzt!
  • Blumenlicht – Vater: Behutsam – liebevoll! Bekleidung Hose, weißes Hemd, Ärmel hochgekrempelt, barfuss!
  • Kleines Blumenlicht Kind: Zart, bekleidet wie die 4 Tänzer!
  • 1.Tänzer – Ärztin – Baum: Junge Mädchen! Tüllkleidung, mit gelbem Umhang, auch aus Tüll! Barfuss!
  • 2. Tänzer – Marie: Wie Tänzer 1,2,3,4!
  • 3. Tänzer – Höhepunkt: Wie Tänzer 1.2.3.4!
  • 4.Tänzer – Höhepunkt Wie Tänzer 1.2.3.4!
  • Marie – 2.Tänzer: Tochter von Anna, junge Frau steht auf dem Platz vor der Bank neben dem Bettler, hat warme Kleidung an, es ist kalt!
  • Jörg – Arzt: Sohn von Anna, junger Mann warme Kleidung, steht neben Marie und Bettler.
  • Bettler – alter Mann im Krankenzimmer: Schmuddelige Kleidung, zerzauste Haare, sehr liebes Lächeln. Sehr freundliches Auftreten!

Ausführliche Synopsis

1. Akt
Anna, eine Frau in den mittleren Jahren liegt im Krankenhaus und wird an den Mandeln operiert. Die Musik zeigt, dass das Herz nicht mehr so schlägt, wie es sein soll. Unbeschwert tanzt Anna nach der zauberhaften Musik und fühlt eine Freiheit, die sie sehr beeindruckt. Als sie wieder aufwacht, nimmt Anna sich vor, diese Freiheit im Leben zu suchen.

Am nächsten Tag kommen ihre drei Kinder und ihr Mann zu Besuch ins Krankenhaus! Bei der Verabschiedung fallen die Worte: „Lass es dir gut gehen!“ Anna setzt sich im Bett auf singt nachdenklich: „Geht es mir gut? Geht es mir wirklich gut? […]“ Sie lehnt sich zurück und lässt sich in die Vergangenheit tragen.

2. Akt
Zu Hause. Anna kann sich an ein Erlebnis erinnern – an das Familienkirschen-Essen. Jedes mal steckte Vater viele Kirschen in den Mund, dass Anna immer meinte, er schlucke alle Kerne hinunter. Wunderbar zur Musik passend, als er dann alle Kerne nacheinander auf einen Teller spuckte – und noch einen – und noch einen – und noch einen! Wir Kinder lachten und lachten! „Und dann“, sagt Anna, „kam der Tag, an dem alles anders war!“

3. Akt
Vater singt mit seinen Kindern das Lied „Von Kindern kommt der Schrei […]“ Er tanzt mit ihnen und ist glücklich. Doch am Abend, als sie alle in ihr Bett verschwunden sind, erhält er Post – Aufforderung in den Krieg zu ziehen. Mutter ist unglücklich und singt: „Geh nicht, lass uns nicht allein!“ „Ich muss, der Krieg wird mir zum Schicksal!“ Begleitet wird diese Szene von klagender Musik! „Was wird aus unseren Kindern?“ singt Mutter.

Traurige Verabschiedung! Mutter bleibt alleine bei Kerzenschein am Tisch sitzen, während hinter dem Vorhang der Krieg herrscht. Leise Musik und lauter Kriegsmarsch zur gleichen Zeit. Der liebevolle Vater muss sein Leben lassen! Und die Familie ihre Heimat. Mutter singt: „Warum müssen wir die Heimat verlassen, wir lieben die Stadt und unsere Gassen […]“

Weiterhin singt sie: „Kommt her alle meine Kinder, auch wir müssen uns auf den Weg machen! […]“ Warm angezogen, den kleinen Rucksack auf dem Rücken ziehen sie aus ihrer „Heimat“ ab! Die Musik unterstreicht die Stimmung!

4. Akt
Langsames Erwachen. „Ich hör den Onkel erzählen, lach, wenn er lustig ist! […] warum musst ich ihn verlieren? Oder bist du oben im Sternenlicht, schaust auf mich herab und vergisst mich nicht?“

Als Kind erfreute sich Anna an Tieren – Natur – an einer weiten Freiheit! Dann als Ehefrau und Mutter wurde diese weite Freiheit eingeschränkt: die natürlichen
Pflichten nahmen sie in den Bann. Anna setzt sich im Bett auf und vollendet die Reise in die Vergangenheit. Sie singt zur Musik: „Durch den natürlichen Verzicht, fand ich die Liebe zu mir nicht! Die eigene Freiheit klopft an die Tür, wer macht ihr auf […]“!

5. Akt
Christoph steht auf der Bühne und singt mit Freuden das Lied: „Mit Freude bin ich Reiter, reite immer weiter […]“ Anna gesellt sich zu ihm und beide singen: „Die Ruhe legt sich wieder, auf uns beide nieder […]“ Danach trällern sie noch gemeinsam, mit einem Regenschirm in der Hand: „Kleiner Regenschirm wir gehen heut spazieren […]“ Mit Christoph, einen kleinen sechsjährigen blinden Jungen, den Anna zu sich in die Familie nimmt, hat sie viel Spaß mit Musik. Sie schreibt Texte für Kinderlieder, komponiert die Melodien und Christoph arrangiert diese mit viel Freude. „Nun habe ich meine Freiheit gefunden, ich schreibe einfach Texte und komponiere dazu! Heute Nacht werde ich bestimmt gut schlafen!“

6. Akt
Anna schläft ein und träumt eigenartige Dinge. Leichtfüßige Tänzer, mit Tüll bekleidet, bewegen sich zur passenden Musik um ihr Bett herum. Plötzlich hört sie eine Stimme, die sie ruft: „Hallo Anna – habe keine Angst!“ „Ich bin deine Blume aus einem Stern!“

Anna wälzt sich im Schlaf. „Ich werde dir helfen deine wahre Freiheit zu finden, die Freiheit der Liebe! […]“ „Ich werde dir helfen, der Mensch zu werden, der du wirklich bist!“ Anna wert sich müde gegen diese Worte: „Ich bin doch wer, ich bin doch ein ganz normaler Mensch und möchte dies auch bleiben!“

7. Akt
Am nächsten Tag ist Anna verzweifelt, fängt an zu weinen. Die Verzweiflung in der Musik geht in tröstenden Gesang über, wieder hört sie eine Stimme, die singt: „Weine nur, es wird ja alles gut, hab nur noch ein bisschen Mut […]“ „Wie kann ich dir glauben schenken, […] mein Leid kann ich niemandem klagen, die ist verrückt – würden alle sagen! Aber das bin ich doch nicht, ich bin gesund aus meiner Sicht!“ gibt sie zur Antwort.

Nach einem verwirrenden Tanz um sich, fragt sie sich singend: “Warum muss gerade mir dies passieren, ich glaubte schon […]“ „Die Angst steckt wieder in mir drin […]“
„Die Hilfe spür ich zwar schon über mir […]“ Die Stimme die sie hört – ihr Blumenlicht, macht sich bemerkbar und reicht ihr die Hand, die sie annimmt. Das Blumenlicht bittet sie in dem Lied: „Ich bitte dich ganz leise, gehe mit mir auf die Reise. Mach frei deine Gedanken […]“ Anna und Blumenlicht führen anschließend ein Gespräch! „Wie du in dem Lied gehört hast, sehnt sich die Erde nach Frieden…“ Anna singt: „Ja, ich möchte frei sein wie ein Vogel, fliegen wie ein Vogel! […]“ Blumenlicht singt. „Geb’ doch der Liebe einen Platz, Liebe zu jeder Pflanze, jedem Tier […]“ Anna singt: „Ein Gefühl der Wärme schleicht sich in mit ein […]“

8. Akt
Anna geht einkaufen, steht auf dem Marktplatz einem Bettler gegenüber, der sie um etwas Geld bittet. „Nein ich gebe nichts“, sagt sie. Aus einem Fenster im Geschäft schaut sie auf den Bettler und schämt sich. „Was mache ich hier? […] Ich gebe ihm kein Geld! Hochmut steckt noch in mir, der mir nicht gefällt!“ Sie geht auf den Bettler zu, entdeckt ihre beiden Kinder neben ihm mit sehr traurigen Gesichtern! „Wir sind jetzt so arm wie der Bettler“, sagt Jörg, „wir haben nichts mehr! Nichts mehr!“ Mit Musik untermalt. „Nein“, sagt Anna, „den wahren Reichtum hab ich kennen gelernt!“ Sie zieht ihren Mantel aus. Trägt darunter ein Bettlerkleid, stellt sich mitten auf den Marktplatz und singt: „Erfüllt von der Liebe zum Leben, fühl ich mich wohl in meiner Haut […]“ Jörg und Marie haken sich bei ihrer Mutter ein, sie verlassen beschwingt die Bühne.

9. Akt
„Du Christoph, spür einmal hier, wie zart […]“, Anna nimmt die Hand des blinden Jungen und sie führt an die Blume, “Ich kann sie nicht sehen, aber ich kann sie fühlen!“ Musik begeleitet das Gespräch. „Ja, es hat ganz zarte Blättchen und es freut […]“ Mit seinen kleinen Fingern berührt er das Blümchen. „Und was haben wir […]“ Anna steht ganz langsam auf, breitet ihre Arme weit, weit aus und singt in den Himmel hinauf:„Was ist das für ein schönes Gefühl, so weich – so leicht – so rein […]“ Liebevoll beugt sie sich zu den Tieren und zu den Pflanzen. In der Ecke steht eine Tänzerin – Blumen der Sterne. Auf die geht sie zu und tanzt mit ihr. Wieder steckt sie die Arme weit aus und singt: „Meine Gedanken fühlen sich frei, frei von allem […]“ Anna schaut in die Runde und ist glücklich, ihre Kinder neben dem Bettler zu sehen. Sie setzt sich auf einen Stein und denkt über die Angst arm zu werden, in sich hinein. Sie erkennt, dass sie niemals mehr alleine ist in irgendeiner Not, dass ihr Blumenlicht ihr ständiger Begleiter ist. Wiederum steht sie auf, hebt ihre Arme weit – weit hinauf und singt; „Was ist das für ein schönes Gefühl […]!“ Blumen, Pflanzen, alle stehen danach auf und singen gemeinsam: „Uns liebt der Regen und die Sonne, das Meer […]“.

Ihr Blumenlicht und Anna setzten sich gemeinsam auf den Stein und zu einer zauberhaften Musik führen sie ein Gespräch: „Mit deiner Liebe zu mir wirst du mich immer fühlen […] Ich werde stets bei dir sein“ Anna sagt: „Ich wurde geführt an der Hand, geführt in ein Märchenland? Ein Märchen ist es doch wahrlich nicht, denn am Himmel […]“Blumenlicht: „Du hast die Liebe erkannt, nimm diese Blumen in die Hand […]“Anna nimmt den Korb voll Blumen und singt freudig in dem sie die Blumen verschenkt: „Ich verschenke Blumen der Liebe, rote Rosen für das Herz […]!“

Pressestimmen

Auf Sinnsuche mit einer inneren Weisheitsstimme
„Die symphonischen Musikeinspielungen und die Schlager, die dabei entstanden, würden auch einem Musical alle Ehre machen.“
Fränkische Landeszeitung 1998

Blumen der Sterne – Märchen und Weisheit am Altmühlsee
„Zauberhaft und doch zugleich realistisch – keine Frage: Röhrl und Westphal haben mit ‚Blumen der Sterne‘ den Nerv der Zeit getroffen!“
Wochenzeitung 1998

Premiere von „Blumen der Sterne“ begeistert
„[…] meisterhaft in Szene gesetztes Stück!“
Wochenzeitung 1998

Weitere Informationen

Weiter Informationen zum Theaterstück erhalten Sie unter https://www.liebe-windhauch.de/.

Hörprobe

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