aprikosenparadies
Theater / Drama

Das Aprikosenparadies

oder die Geschichte einer Frauenfreundschaft

Autor: Jelena Issajewa, Julia Kunze
Besetzung: Damen 3 / Herren 2
Dauer: 120–150 Min.
UA: Debüt-Zentrum am Haus der Schauspieler, Moskau. 1997. Regie: W. Danziger

Cantus Empfehlung: Für Erwachsene und Jugendliche ab etwa 15 Jahren.

Wer heiratet wen und warum? Diese Variation einer Dreiecksgeschichte besticht mit melodramatischen und ironischen Untertönen, während sehr komplexe und glaubhafte Figuren ihr Tiefe verleihen. Die unglücklichen Lebenswege der Hauptpersonen sind über zwei Jahrzehnte hinweg auf vielfältige und überraschende Art verwoben.

Bühnenbild

Ein Badeort an der russischen Schwarzmeerküste. Zypressen. Laternen brennen die ganze Nacht über. Das Haus von Slawa, umgeben von einem großen Aprikosengarten. In der Mitte die Wohnküche: ein Herd, ein Boiler, ein Tisch mit Stühlen, ein kleines Sofa. Drei Türen: links, in der Mitte und rechts. Die rechte Tür geht auf die Terrasse, die Terrasse führt über ein paar Stufen in den Garten. Im Garten steht auf einem kleinen Tisch eine Schale mit Aprikosen. Etwas weiter der Weg zur Gartentür, dahinter die Straße.

Ausführliche Synopsis

Zwei sehr unterschiedliche Freundinnen – Milla, eine kapriziöse Diva, und Luba, ein unscheinbares Mauerblümchen – finden beim Urlaub an der Schwarzmeerküste einen Aprikosengarten. Dessen Besitzer, Slawa, lädt sie in sein Haus ein und verliebt sich in Milla, die ihrer großen Liebe Kolja nachtrauert. Ebendieser Kolja erscheint alsbald als Slawas Hausgast. Auf Millas kühle Begrüßung hin wendet er sich Luba zu, die ihn nicht kennt und die Gelegenheit nutzt, endlich auch mal einen Mann abzubekommen. Die beiden heiraten, ebenso Slawa und Milla.

20 Jahre später taucht Lucy, die erwachsene Tochter von Luba und Kolja, bei Slawa und Milla auf. Sie findet heraus, dass die beiden in ihrer Ehe unglücklich sind und Milla damals aus Liebesschmerz den Verkehrsunfall verursacht hat, bei dem Kolja ums Leben kam.

Im überraschenden Schluss ist der gesamte 2. Akt ein Traum von Milla. Zusammen mit Luba verlässt sie im Morgengrauen das Haus und die beiden Männer.

Auszeichnungen

  • 1998 Soros-Preis für die Inszenierung eines zeitgenössischen Stücks durch einen jungen Regisseur am Jugendtheater in Tscheljabinsk für „Das Aprikosenparadies oder die Geschichte einer Frauenfreundschaft“
  • 1997 beim Festival für zeitgenössische Theaterstücke in Lubimowsk Auszeichnung für „Ehrlichkeit in der Bühnenschriftstellerei“ für das Stück „Das Aprikosenparadies oder die Geschichte einer Frauenfreundschaft“ (veröffentlicht in der Zeitschrift „Dramaturg“ 8/1997)

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