Das Gespenst von Canterville | Cantus Theaterverlag
Familienmusical, Schulmusical

Das Gespenst von Canterville – Das Musical

frei nach Oscar Wilde

Autor: Matthias Lösch
Musik: Tina Ternes
Orchestrierung: Band, Chor
Besetzung: Damen 11 / Herren 9
Dauer: 90–110 Min.
UA: 2007/2008, Theodor-Heuss-Gymnasium, Ludwigshafen
DE: 2007/2008, Theodor-Heuss-Gymnasium, Ludwigshafen
Spielbar ab: 14–15 Jahre

Cantus Empfehlung: Ohne Altersbeschränkung spielbar. Viele Rollen unterschiedlichen Niveaus und Umfangs. Ideal für Theater-/ Musical-AG's ab der Mittelstufe, wobei auch jüngere Schüler integriert werden können. Probe-Playbacks stehen zur Verfügung.

Oh Schreck, ein Fleck! Und der geht nicht weg! Doch das ist nicht das einzige Unerklärliche und Übernatürliche in Schloss Canterville, in dem die Geister das Sagen haben. Die neuen Mieter aus Amerika lassen sich aber von all dem Spuk nicht abschrecken, denn für alles haben sie eine praktikable Lösung, eine logische Erklärung und ein hilfreiches Produkt. Den Schlossbesitzern gefällt dies zunächst gar nicht so gut, aber schließlich kommt man sich näher, lernt sich schätzen, teils auch lieben und schafft es am Ende, die Geister zu erlösen, das Schloss zu retten und mehrere rentable Geschäftsideen umzusetzen.

Ausführliche Synopsis

Es steht nicht gut um Schloss Canterville. Dass es dort spukt, ist das geringere Problem. Doch die Cantervilles, von altem Adel, sind leider hoch verschuldet. Deshalb haben sie beschlossen, ihr Schloss zu vermieten und selbst in das Cottage im Garten zu ziehen. Nicht bei allen Familienmitgliedern stößt das auf Begeisterung, vor allem nicht, da es sich bei den Mietern nicht um standesgerechte Lords und Ladys handelt, sondern um – ausgerechnet – Amerikaner. Auch das Personal ist nicht begeistert. Einziger Trost: Die Cantervilles hoffen, im Cottage Ruhe vor den spukenden Geistern zu haben, die ihnen regelmäßig den Schlaf rauben. Und die Amerikaner sollen doch selbst sehen, wie sie mit den Gespenstern zurecht kommen, schließlich hatte man sie ja gewarnt …

Die Ankunft der amerikanischen Familie Otis auf Schloss Canterville löst dann auch bei den meisten Bewohnern von Canterville wenn nicht Entsetzen, so doch zumindest Befremden aus. Die Eltern wirken etwas grobschlächtig, der ältere Sohn Washington und die Tochter Virginia gehen noch gerade, aber eine Katastrophe sind die frechen Zwillinge Lincoln und Roosevelt, die sofort das ganze Haus auf den Kopf stellen. Nur Ashley Canterville ist von der Ankunft der Otis‘ begeistert. Oder besser gesagt vor allem von deren Tochter Virginia, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Und auch Virginia fühlt sich zu Ashley und seinem etwas altertümlichen Charme hingezogen. Ein Liebespaar?
Zwischen Washington und der Canterville Tochter Laura fliegen dagegen eher die Fetzen, als dass es funkt, obwohl Washington seinem Vater gegenüber zugibt, Laura durchaus süß zu finden. Neckt sich hier, was sich vielleicht doch auch liebt?

Ersten Kontakt zu den übersinnlichen Phänomenen im Schloss haben die Otis‘ als sie den berühmten Blutfleck am Boden der Halle entdecken um den sich seit Jahrhunderten Legenden ranken, und der sich vor allem nicht entfernen lässt. Sich nicht entfernen lässt? Da kann Washington Otis ja nur lachen: Kurzerhand entfernt er den Fleck mit Pinkertons Patentsitift Fleckweg – in den Vereinigten Staaten gibt es eben für alles eine Lösung. Die Geister des Hauses sind gespannt, was sie mit den Neuweltlern noch so alles erleben werden.

Die Nacht bricht an und Sir Simon, der Obergeist und gruseligste Spuker in Canterville, ist wild entschlossen, die neuen Mieter zu vergraulen. Sicher, auch er hat nicht nur Spaß am Spuken, ist er doch dazu von seiner Frau, Lady Amanda, verflucht worden, die er im Gegenzug mit dem gleichen Fluch belegt hat – sie hatte sein Lieblingsgericht verdorben, und das geht nun gar nicht – aber diese Neuankömmlinge sollen ihn doch einmal kennenlernen. Er beginnt mit grausigem Kettengerassel – und bekommt von Mr. Otis, der darum bittet, die Nachtruhe seiner Frau zu respektieren, Schmieröl geschenkt, um seine Ketten zu ölen. Sir Simon ist empört. Bevor er sich noch viel gruseligere Spukereien ausdenkt, erneuert er erst einmal den Blutfleck, wie er es schon seit Jahrhunderten tut. Denn natürlich ist der Blutfleck weder mysteriös noch unentfernbar: Seine Frau hatte seinerzeit einfach ein Glas Bloody Mary verschüttet. Doch kaum ist er damit fertig, wird er selbst von Geistern heimgesucht. Nein, natürlich nicht von Geistern, es sind die verkleideten Zwillinge Lincoln und Roosevelt, die ihn tüchtig erschrecken und in die Flucht schlagen.
Die Otis‘ sind dagegen von der Anwesenheit des Gespenstes Sir Simon eher amüsiert, sie planen eine spiritistische Gesellschaft zu gründen, von den Cantervilles empfohlene Gegenmittel gegen Geister im großen Format zu vermarkten und sind guter Dinge.
Die Cantervilles aber sind völlig erschöpft und niedergeschlagen, denn sie mussten feststellen, dass es auch im Cottage spukt. Dort geht Sir Simons Frau Amanda um, da sie nicht im selben Gebäude spuken darf, wie er.
Nacht für Nacht treiben vor allem die Zwillinge Unfug mit dem armen Sir Simon, der schon ganz niedergeschlagen ist und gar nicht mehr spuken will, und Mr. Und Mrs. Otis verteilen ständig Gegenmittel gegen seine schlimmsten Spukeinlagen. Washington, eben doch in Laura verliebt, nutzt die Gunst des Ortes und der Stunde um Laura mit einem Liebesfluch zu belegen. Da er jedoch kein Gespenst ist, wirkt der Fluch nicht, obwohl Laura ihm wohl nur allzu gerne nachgeben würde. Aber es bedarf zunächst noch der Hilfe der drei weißen Gespensterfrauen, die ein Zauberpulver herstellen, dass Laura aussprechen lässt, was sie tief in ihrem Herzen wirklich empfindet, aber nicht zu sagen wagt. Der Zauber wirkt und Laura und Washington verloben sich.
Ashley und Virginia sind da noch lange nicht soweit, obwohl sie sich ihrer Zuneigung fortwährend versichern. Um auch sie zum großen Geständnis ihrer Liebe und einer Verlobung zu bringen, bedarf es erst der eher zufälligen Mithilfe von Lady Amanda. Virginia trifft sie todunglücklich vor dem Cottage. Sie will einfach nicht mehr spuken und verflucht sein, und sie deutet Virginia an, dass es für sie Erlösung geben könne. Aber nur unter sehr schwer zu erfüllenden Bedingungen und Regeln, die sie Virginia nicht nennen kann. Als Virginia Ashley davon erzählt, schlägt er vor die alten Schriften im Keller nach der Formel für die Erlösung zu durchsuchen. Das ist zwar zunächst nicht erfolgreich – im Keller findet sich nur eine 700 Jahre alte Sammlung von Kochrezepten – aber das deutsche Au-Pair-Mädchen, das sich um die Otis‘-Zwillinge kümmert, entdeckt beim Aufräumen ein Buch mit Fluchlöseformeln!
Und es ist ganz einfach. Der Fluch von Sir Simon und Lady Amanda kann gelöst werden, wenn ein unschuldig liebendes Paar die beiden zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zusammenführt und sich in ihrer Gegenwart verlobt! Gelesen, getan! Virginia und Ashley sind nun auch ein Paar, Simon und Amanda erlöst, die Familien versöhnt, verschwägert und verwandt, das Schloss ist gerettet, nicht nur durch das Geld der Amerikaner, sondern auch durch mehrere Geschäftsideen der Kinder beider Familien.
Alle sind erleichtert und zufrieden. Alle? Nun ja, fast alle, nur zwei hatten ihre Gefühle in all dem Trubel nicht unter Kontrolle und haben sich verflucht. Und so gibt es wieder Gespenster in Canterville, auch wenn nicht verraten wird, wer es ist.

Probe-Playbacks stehen zur Verfügung.

Pressestimmen

„Oscar Wilde hätte seine helle Freude an der Neuinszenierung seines Gespensts von Canterville gehabt.“
Mannheimer Morgen

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