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Ballett / Tanztheater, Musical / Musiktheater, Puppentheater / Figurentheater

Der Doppelgänger

Eine Kantate in neun Stationen

Autor: Wolfgang Wallner
Musik: Dorrit Maria Hanke
Orchestrierung: Band
Dauer: 30–50 Min.
Spielbar ab: ab 18 Jahren

Cantus Empfehlung: Guter Doppelchor oder aufgeteilter Chor (2 mal SATB) erforderlich, bei solistisch besetztem Chor professionelle Einzelstimmen (SängerInnen bzw. Studierende). Für die erforderliche Besetzung ist die Partitur anzusehen. Einzelne kleine Passagen gehen teilweise für den Bass bis zum „Großem C“ hinunter. Diese (ganzen) Passagen oder auch nur die einzelnen Töne kann man aber ohne weiteres eine Oktave höher setzen.

Cantus Kommentar

Der „Doppelgänger“ behandelt eine Möglichkeit der menschlichen Entwicklung, den Sinn und Inhalt der Schöpfung unter Einbeziehung der noch nicht abgeschlossenen Bewusstwerdung des Menschen. Das Ziel ist die „Gottwerdung“ des Menschen, die Erreichung des „Paradieses“, aber nicht als Spitze des menschlich Erreichbaren, sondern als Basis des Zusammenlebens.

Der gesamte Text soll nicht nur der Trauer um den Verstorbenen und dessen (deren) Andenken gerecht werden, sondern bietet vor allem in Anspielung auf christliche Überlieferungen, aber auch auf tiefverwurzelte, volkstümliche Mythen Möglichkeiten, durch den Weg der Trauer zu reifen.

Das Doppelgängermotiv war ein häufiges Motiv in bildender Kunst und Literatur und hat philosophische und psychologische Hintergründe. Ein unaufgelöstes Symbol der Romantik, psychologisch wahrscheinlich Teil einer noch nicht integrierten Persönlichkeit. Der Doppelgänger wurde in der Romantik als Vorbote aus dem Jenseits angesehen. Ein „Doppelgänger“ ist ein „Abbild“ eines Menschen, welches in der gewohnten Alltagsumgebung in Erscheinung tritt. Manchmal scheint dieses „Abbild“ von einem unbewussten psychischen Inhalt geleitet, manchmal scheint ihm auch eine „höhere Weisheit“ eigen. Vor Allem in der Romantik betrachtete man den „Doppelgänger“ als Erscheinung, als Künder aus dem Jenseits. Als eine bereits oder in naher Zukunft im Jenseits existierendes Abbild des Lebenden.

In seinem Roman „Der Doppelgänger“ (Ein Petersburger Poem) beschreibt Dostojewsky 1846 die Wiedergabe eines geistigen Verfalls, Jakow Petrowitsch Goljadkin, einem kleiner Kanzleibeamten, erfährt alle Symptome einer paranoiden Schizophrenie. Der Doppelgänger mengt sich immer mehr in sein Leben ein, hintergeht ihn, stellt ihn bloß und treibt ihn schließlich in den Wahnsinn. Auf der philosophischen Ebene beantwortet hier Dostojewskij eine der Grundfragen der menschlichen Existenz. „Ich bin nicht nur ich, sondern auch jemand ganz Anderer.“

Es wurde versucht, einfache, volksliedähnliche Melodien anspruchsvoll auszuführen. Die Melodien erinnern an mittelalterliche oder auch an romantische Lieder. Die Klangmöglichkeit eines Doppelchores (oder solistische besetzten Chor-8 Personen) sollte so weit möglich ausgeschöpft werden. Die Instrumente sind oft solistisch, teilweise auch chorunterstützend eingesetzt.
Die Aufführung ist auch mit aufgeteiltem vierstimmigem Chor möglich, da durch die wenigen Instrumente ohnehin eine transparente Wirkung erzielt werden soll.

Ausführliche Beschreibungen

Der Doppelgänger – Stationen der Trauer:
doppelgaenger.wolfgangwallnerf.com

Zum Text:
Siehe auch unter den Links „Einführung“ und „Lyrik“.

Zur Musik:
Siehe auch unter den Links „Einführung“ und „Zur Musik“.

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