Monument to the poet Franz Grillparzer in Vienna
Theater / Drama

Die Lausigkeit der Liebe, des Lasters und der Lust

Semikomödie um einen Politikverdrossenen. In zwei Akten

Autor: Klauspeter Bungert
Besetzung: Damen 5 / Herren 3
Dauer: 120–150 Min.

Cantus Empfehlung: Ein Fest für Schauspieler.

Diese leise endende szenische Biografie entwirft anhand von Ereignissen zweier Lebensperioden, die mehr als 20 Jahre auseinanderliegen, ein Charakterbild des österreichischen Dramatikers Franz Grillparzer. Sie zeigt den lebenslangen Kampf eines Intellektuellen darum, sich in einer als unpassend empfundenen Umgebung einzurichten.

Besetzung/Rollen/Charakter

Personen, die in beiden Akten auftreten:

  • Franz Grillparzer, Dichter, Beamter ohne Karriere
  • Ferdinand Ritter von Paumgartten, Grillparzers Vetter, Beamter mit Karriere; Charlottes Mann
  • Kathi Fröhlich, Grillparzers platonische Geliebte
  • Netti Fröhlich, Kathis Schwester
  • Marie von Smolenitz, Grillparzers Geliebte
  • Moritz Daffinger, Maries anderer Geliebter und späterer Ehemann; Porträtmaler mit unliebsamen politischen Ansichten

Im ersten Akt sind diese Personen zwischen 25 und 30 Jahre alt, Grillparzer knapp darüber, im zweiten ein Vierteljahrhundert älter. Doch stammen sie alle aus einer bürgerlichen Schicht, in der man sich auch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht allzu rasch verbrauchte.

Personen, die nur im ersten Akt auftreten:

  • Charlotte von Paumgartten, Ende 20; Ferdinands Frau, Geliebte Grillparzers
  • Frau von Piquot, um die 50; in Trauer

Bühnenbild/Inszenierung

Der erste Akt spielt teils in zwei Wohnstuben, die ohne weiteres auseinander hervorgehen, vielleicht nur angedeutet und mit Lichteffekten voneinander abgehoben sind, teils an Plätzen im Freien. Der zweite Akt spielt in Grillparzers Wohnstube.

Ausführliche Synopsis

Stolz, Selbstzweifel, Selbsthass, Resignation, bürgerlicher Biedersinn, Opposition gegen religiöse Schranken, Empathie und Donjuanismus wechseln in der gespaltenen Seele des österreichischen Dramatikers ab. Widersprüchlich wie seine Einstellung in Partnerschaftsangelegenheiten bleibt auch sein Verhältnis zum Staat.

Aus dem Abstand von Jahren macht er sich über die Ehemänner seiner ehemaligen Geliebten lustig und bedenkt die Studenten, die für Meinungsfreiheit auf die Straße gehen, mit Spott. Selber Opfer restriktiver staatlicher Zensurpolitik, lehnt er die Aussicht auf eine ungehinderte Quotengesellschaft ab.

Presse

Überblicksartikel über die Buchausgabe sämtlicher Dramen Klauspeter Bungerts (Verlag 28 Eichen, Barnstorf 2015) bis zum Redaktionsschluss in:

http://magazin.16vor.de/klauspeter-bungert-frische-und-lebendigkeit-an-die-staunen-macht-2015-08-05/

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