Die Suche nach der goldenen Kugel | Copyright Ernst Dittmar/Pixabay | Cantus Theaterverlag
Kindertheater / Jugendtheater, Märchen, Weihnachtsmärchen

Die Suche nach der goldenen Kugel

Eine überraschende Reise durch das Märchenland

Autor: Hedi Bumiller
Besetzung: Damen 7
Dauer: 30–50 Min.
UA: Juli 2017, Grundschule Döhrnstrasse Hamburg
DE: Juli 2017, Grundschule Döhrnstrasse Hamburg
Spielbar ab: 8–10 Jahre

Cantus Empfehlung: Viele prägnante und komische Rollen, die mit schmissiger Musik ein unterhaltsames Märchen für alle kreieren.

Der schreckliche König Lord Grauenvoll hat das Land der Fantasie mit einem Fluch belegt: wer ein Märchen erzählt, wird sofort verhaftet und eingesperrt. Nur wer die einzigartige goldene Kugel findet und vor den Augen des Königs schüttelt, kann den Fluch auflösen. Der Einzige, der sich traut, die goldene Kugel zu suchen, ist ein Kind, das sich auf den schwierigen Weg durch das Märchenland macht. Dabei begegnet es überraschenden Märchenfiguren, die turnen, rappen, kämpfen und küssen, und das Kind von einem Abenteuer ins nächste stürzen. Schließlich gelingt es dem Kind, die goldene Kugel zu finden, ins Schloss von Lord Grauenvoll zu gelangen und nach einem listigen Kampf mit den dunklen Wachen des Königs den Bann aufzulösen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie noch heute.

Besetzung/Rollen/Charakter

  • Kind: kann von einem oder von mehreren Kindern im gleichen Kostüm (Jeans, weißes T-Shirt) gespielt werden; Aufgeweckte Figur, differenziert im Ausdruck mit Entwicklungspotential: vom verwöhnten Kind zum Held
  • Erzähler/in: kann von einem oder mehreren Kindern gespielt werden, auswendig oder ablesend; Steht an der Bühnenseite oder sitzt dort in einem Sessel, spricht das Publikum direkt an
    Spielzeuge
  • Ballettpuppe: Eisenbahn, Roboter, Marionette, Zinnsoldat, Märchenfee, ggf. noch weitere; Jeweils klares Bewegungsmuster mit Bespielen der Raumlinien, ggf. choreographiert
  • Prinzessinnen: ca. 9 Mädchen (ggf. auch Jungen) in prächtigen Kleidern, Schminke etc, mit oder ohne Text; Starker, selbstbewusster Auftritt als Models auf dem Laufsteg, die selbstironisch ihre Eitelkeiten zeigen
  • Zwerge: ca.8 Jungen (ggf. auch Mädchen) mit Zipfelmützen und dreckiger Kleidung, mit oder ohne Text; Rhythmisches Sprechen, Rappen und Beatboxen
  • Rotkäppchen: Fröhliches Mädchen; Singt, hüpft, springt, rennt und schreit
  • Wolf: Lautes, starkes, gefährliches Tier und sehr hungrig; Große, hohe Sprünge, Drehungen, Flugrollen über die gesamte Bühne
  • Bremer Stadtmusikanten: Esel, Hund, Katze, Hahn mit tiertypischen Schreitbewegungen; Akrobatik
  • Froschkönig: Schelmischer, sehr grüner Hüpfer; Kussszene
  • Gestiefelter Kater: Cooler Rapper, eingebildet, ein Feigling; Rappt, mischt das Publikum auf
  • Diener: Nervöser, armer Kerl; Pagliaccio, Clown
  • Wachen und Hauptmann: Beliebig viele in Zweierreihen mit Schwert und Schild, Hauptmann mit Text; Rhythmus, Gleichschritt, Körperspannung
  • Lord Grauenvoll: Selbstgefälliger, dekadenter König; Präsenz, Stimme und Sprechen

Bühnenbild/Inszenierung

Drei Szenenbilder:

  • Haus (leere Bühne)
  • Wald
  • Schloss

Die epische Musik verbindet die Reiseetappen und bringt starken Schwung in die Szenen.

Besetzung:

  • Damen/Anzahl: Spielbar ab 7 Personen oder mit einer Schulklasse / einem Kurs
  • Herren/Anzahl: geschlechtsunspezifisch

Dauer:

  • ca. 45 Minuten

Spielbar ab:

  • ab 3. Klasse Grundschule

Ausführliche Synopsis

Ein verwöhntes Kind ist von seiner Vielzahl an Spielzeugen gelangweilt und schläft in seinem Spielzimmer ein. Die Spielzeuge fragen sich frustriert, womit sie das Kind aufheitern können und rufen nach der klugen Märchenfee. Diese erklärt bestürzt, dass der schreckliche Lord Grauenvoll im Land der Fantasie durch einen Fluch den magischen Geschichtenfluss gestoppt hat und jeden einsperrt, der ein Märchen erzählt. Um den Fluch zu brechen, muss sich ein Held finden, der in das Land der Fantasie zieht, dort die goldene Kugel findet und sie vor den Augen des Königs schüttelt. Das Kind willigt abenteuerlustig ein und macht sich auf seine waghalsige Reise.

Szenenwechsel: 9 Prinzessinnen laufen als aufgedonnerte Models zu „thats my girl“ durch das Publikum auf die Bühne und zeigen dort ihre Eitelkeiten. Das Kind trifft auf sie, bekommt aber keine Hinweise, wo die goldene Kugel zu finden ist. Es geht weiter und kommt zu den 7 Zwergen, die beatboxen und hinreißend rappen.

Von dort muss es in den Wald flüchten, wo es in eine wilde Jagdszene zwischen Rotkäppchen und dem Wolf gerät. Als der Wolf vertrieben ist, erzählt Rotkäppchen seine Geschichte und wird von den bedrohlichen, Schwerter schlagenden Wachen des Königs verhaftet.

Doch Rotkäppchen weiß, wo die goldene Kugel ist: beim Frosch am Brunnen. Das Kind zieht weiter, begegnet den Bremer Stadtmusikanten, die eine halsbrecherische Akrobatik vollziehen und ihr den Weg weisen. Endlich findet sie den Frosch, bekommt die Kugel aber nur gegen einen Kuss. Was tun? Den Frosch überlistend erhält sie die goldene Kugel und trifft auf den gestiefelten Kater, ein begnadeter Rapper, wie er selbst findet, aber leider ziemlich feige, denn seine Idee, durch das Erzählen eines Märchens die martialischen Wachen zu rufen, die sie dann ins Schloss abführen würden, ist erschreckend mutig und sogleich erfolgreich.

Szenenwechsel: Lord Grauenvoll lamentiert in seinem Thronsaal über sein leidiges Dasein, als sein trotteliger, clownesker Diener aus Versehen ein Märchen erzählt. Der König lässt ihn in den Kerker sperren und erfährt, dass dort ein neuer Gefangener ist: das Kind. Weil der König einen neuen Diener braucht, lässt er das Kind holen, das nach spektakulärer Kampfkunst mit den Wachen die goldene Kugel hervorholt und vor den Augen des Königs schüttelt. Alle sinken ohnmächtig zu Boden, der Fluch ist gebrochen und das Land der Fantasie befreit.

Der Erzähler schließt die Geschichte und kündigt das große Fest an: alle tanzen auf „happy“. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie noch heute.

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