Die Verwandlung ©tomatito26 | Cantus Theaterverlag
Theater / Drama

Die Verwandlung

nach Franz Kafka

Autor: Florian Wein
Orchestrierung: keine
Besetzung: Damen 5 / Herren 8
Dauer: 120–150 Min.
UA: 01. Oktober 2016 Oberviechtach
DE: 01. Oktober 2016 Oberviechtach
Spielbar ab: 16–18 Jahre

Cantus Empfehlung: „Die Verwandlung“ ist anspruchsvoll, schwierig und fordernd. Aber: Dieses Stück und die Vorlage sind witziger als man denkt! Wir empfehlen, die Komik und die Absurdität („kafkaesk!“) des Stoffes auch in der Inszenierung voll zum Tragen kommen zu lassen. Tipp: Das Ungeziefer hinter der Schattenwand könnte z. B. von einer Jungschauspielerin dargestellt werden, um einen Kontrast zur Gestalt des Gregor Samsa herzustellen.

„Die Verwandlung“ ist in ihrer ursprünglichen Form eine Erzählung von Franz Kafka und gilt als einer seiner bekanntesten Texte. Der Handlungsreisende Gregor Samsa erwacht eines Morgens als monströses Ungeziefer. Im Folgenden wird das durch diese Verwandlung stark beeinflusste Leben der Familie in einen Zeitraum von rund sechs Monaten beschrieben, wobei Gregor nach und nach der Verwahrlosung überlassen wird und stirbt. Gregors soziales Umfeld schien zuvor nicht in der Lage, mit ihm zu kommunizieren und letztlich ist es gar die eigene Familie, die Gregor endgültig abstößt.

Besetzung/Rollen/Charakter

  • Gregor Samsa in verschiedenen Stadien:
    • als „Ungeziefer“ hinter der Schattenwand
    • als Jugendlicher
    • als junger Mann kurz vor der Verwandlung
    • als älterer Mann (gleichzeitig Erzähler)
  • Frau Samsa, Gregors Mutter
  • Herr Samsa, Gregors Vater
  • Grete Samsa, Gregors Schwester
  • Prokurist
  • Dienstmädchen Anna
  • Neues Dienstmädchen
  • Zimmerherr 1
  • Zimmerherr 2
  • Zimmerherr 3
  • Maria (das Mädchen, in das sich der junge Gregor verliebt)
  • Ungeziefer kann von Kind/Jugendlicher(m) dargestellt, andere Darsteller ab circa 16 aufwärts
  • weitere Rolle variabel, Doppelbesetzungen möglich

Bühnenbild/Inszenierung

Gregor Samsas Zimmer soll durch eine Schattenwand in der Mitte der Bühne dargestellt sein. Kein albernes Käferkostüm. Das „Kino im Kopf“ soll über die Schatten und die Umrisse wirken. Die Wand muss zu beiden Seiten so begrenzt sein, dass dadurch weitere Räume (ohne Schattenwand) dargestellt werden können. Gregors Ungeziefergestalt sieht der Zuschauer demnach als Schatten. Sein Zimmer ist reich an Möbeln. Auf jeden Fall sollten hinter der Schattenwand neben einem Bett auch ein Sofa und ein Fenster angedeutet sein. Links und rechts führen jeweils Türen hinaus. Links von Gregors Zimmer – vom Zuschauer aus gesehen – befindet sich das Wohnzimmer. Von dort aus führt eine Tür mittig Richtung Küche und zu weiteren Zimmern. Ganz links sollte ein Fenster zu erahnen sein. Rechts von Gregors Zimmer befindet sich ein Nebenraum, der durch eine weitere Tür zu Gretes Zimmer führt (welches aber nicht auf der Bühne zu sehen ist). Vor der Schattenwand ist ein Durchgang zwischen Wohnzimmer und dem Nebenraum möglich. Im Vordergrund sollte der Erzähler Platz nehmen können, ohne die Szenerien im Hause Samsa aktiv zu beeinflussen. Rückblenden bzw. das Aufeinandertreffen der verschiedenen Gregors können auf einer Vorderbühne gespielt werden.

Ausführliche Synopsis

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Ein Erzähler berichtet uns von der abenteuerlichen Geschichte dieses jungen Mannes.

Gregor Samsa ist nach der Verwandlung besorgt, dass er seiner Tätigkeit als Handlungsreisender nicht mehr nachkommen und deswegen seine Familie nicht mehr ernähren kann. Der Prokurist der Firma, der sich in der Wohnung erkundigt, wo ihr Mitarbeiter denn bleibe, verlässt entsetzt die Wohnung als er Gregors Gestalt erblickt. Dieser versteht zwar was Prokurist und Familie sagen, kann selbst jedoch nur unartikulierte, insektengleiche Laute von sich geben. Anfangs lässt man ihm noch eine gewisse Anteilnahme spüren, mit der Zeit verwahrlost Gregor zunehmend. In Rückblenden wird erzählt, welchen Plänen und Träumen Gregor nachhing und wie er bei seiner Familie bereits früher auf taube Ohren und Zurückweisung stieß.

Als sich Gregor in seiner Ungeziefergestalt eines Tages ins Wohnzimmer verirrt, verliert Vater Samsa seine Beherrschung und wirft mit Äpfeln nach ihm. Ein Apfel bleibt in seinem Rücken stecken und ruft eine ernste Entzündung hervor. Während sich Gregor schwer verwundet im mittlerweile verdreckten und abgedunkelten Zimmer aufhält, beobachtet er die weiteren Vorgänge im Wohnzimmer: Die Eltern und seine Schwester Grete haben eine Arbeit gefunden und an drei merkwürdige Herren wurde untervermietet. Eines Abends steckt Gregor seinen Kopf erneut ins Wohnzimmer, während sich die drei Zimmerherren dort aufhalten. Es kommt zum Eklat. Nun entscheidet Grete, die zuvor noch am fürsorglichsten schien, dass Gregor „weg müsse“. In diesem Augenblick verlassen Gregor seine Kräfte – er schleppt sich noch in sein Zimmer und stirbt.

Anschließend entpuppt sich der Erzähler als ältere Version Gregor Samsas. Eine Gestalt, die es eigentlich nie gegeben hätte. Oder doch? Zum Schluss treffen drei Versionen Gregors aufeinander und sie ermahnen den jüngsten Gregor, er solle er sich von der Familie abkapseln, um die Katastrophe bzw. die Verwandlung schließlich abzuwenden. Auf diese Weise scheint sich der jüngste der drei Gregors schließlich vor seinem Schicksal zu retten.

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