Hallo_Dol
Komödie / Sketche, Theater / Drama

Hallo Dol

Ein Schluck Messer

Autor: Elmar Skiba
Besetzung: Damen 1 / Herren 4
Dauer: 90–110 Min.

Cantus Empfehlung: „Hallo Dol" zeigt die krankhafte Verformung von Vernunft und Wille durch Sucht.

Auf das Zimmer von Gernot Schabnack und Peter Pein in der Suchtklinik wird der stockbesoffene Karl-Michael Katze gelegt und mit „Hallo Dol“ begrüßt, nach Vorbild eines ruhig stellenden Medikaments namens Haldol. Der Hass auf den überheblichen Dr. Peez, der Katze einst falsch behandelte, führt zur Erarbeitung eines hinterhältigen Plans, den ausgerechnet der schwache Pein ausführen soll. Und dazwischen immer wieder Schabnacks ordinäre Verbalattacken auf Schwester Verena.

Besetzungsliste

  • Karl-Michael „Kami“ Katze – Hatte ein verhängnisvolles Erlebnis mit Dr. Peez, seither Prothesenträger. Sinnt in der Suchtklinik auf Rache und tüftelt zusammen mit Schabnack einen perfiden Plan aus. (ca. 30 J.)
  • Gernot Schabnack – Bereits mehrmals in stationärer Behandlung wegen Alkohol-, Drogen- und Medikamentenmissbrauchs. Zyniker mit dem Hang zum Ordinären. (30 J.)
  • Peter Pein – Genannt „Esso“, Benzinschnüffler und Alkoholiker. Von Beruf Mesner. Ist leicht zu beeinflussen und wird entsprechend ausgenutzt. (40-50 J.)
  • Dr. Wolf Peez – Leitender Arzt der Suchtklinik. Herrscht aber mehr als er leitet. War schuld daran, dass Katze seine Hand verlor. Ziel eines Anschlags. (45-60 J.)
  • Schwester Verena – Pariert die blöd-zotigen Sprüche Schabnacks erst schlagfertig, dann zunehmend verärgert. (25-45 i.)

Ausführliche Synopsis

In der Suchtklinik für alkohol-, drogen- und medikamentenabhängige Menschen wird der Notfallpatient Karl-Michael Katze, kurz „Kamikaze“, sturzbetrunken eingeliefert und auf das Zimmer von Gernot Schabnack und Peter Pein gelegt. Schabnack, vierschrötig im Auftreten und kompromisslos in der Wortwahl, begrüßt den Neuen mit der klinikinternen Formel „Hallo Dol“, was sich auf das ruhig stellende Medikament Haldol bezieht. Pein, von Beruf Mesner und von schwachem Wesen, wird schwer von schlechten Gewissensschüben ob seiner Süchte gequält und verarbeitet seine missliche Lage zusehends weinerlich. Vor allem gegenüber Dr. Wolf Peez, dem Leitenden Oberarzt, benimmt er sich äußerst devot. Einigermaßen nüchtern erkennt Katze anderntags den Doktor wieder und erinnert sich an eine für ihn furchtbare Silvesternacht. Ein gezündeter Böller hatte ihm die Hand schwer verletzt, der anwesende, aber ebenfalls alkoholisierte Peez ruinierte sie ihm damals vollends. Seither trägt er eine Prothese und sinnt auf Rache. Schabnack, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit Schwester Verena mit ordinären Sprüchen belegt, hilft ihm bei der Ausarbeitung eines perfiden Plans gegen Peez. Und den soll ausgerechnet der schwache Pein ausführen …

CANTUS Kommentar

Süchte wohin wir schauen: Eifersucht, Spielsucht, Geltungssucht, Habsucht, Sexsucht und und und. Am Augenfälligsten aber sind wohl Alkohol-, Drogen- und Medikamentensüchte, die dazu führen können, sich und andere zu schädigen. Das können die meisten übrigen Süchte zwar auch, allerdings nicht so sichtbar und so bedrohlich anmutend. Krankheiten also. Autor Elmar Skiba hat sich als heimlicher Beobachter in ein imaginäres Krankenzimmer gewagt und „berichtet“ von dort über die Befindlichkeiten dreier Menschen, die sich von Strukturen ihres vormals alltäglichen Lebens vorübergehend oder auf Dauer verabschiedet haben. Der eine sinnt auf Rache und greift blind vor Hass zur Selbstjustiz. Der andere, längst Hasardeur aus Verzweiflung, stichelt ständig und hilft bei der Planung. Und der dritte, durch übermäßiges Saufen und Schnüffeln hinauskatapultiert aus der Heimeligkeit seines Familienlebens, ist nur noch ein jämmerlicher Rest seiner selbst. Beherrscht wird dieses Trio von einem Doktor, der auch öfter besoffen ist – nämlich von seiner Macht über andere. Einzig die Schwester verhält sich normal, von schlagfertig bis verärgert.

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