High Noon | Cantus Theaterverlag
Komödie / Sketche

High Noon

Ein Western für Leute, die keine Western mögen.

Autor: Axel Stöcker
Besetzung: Damen 1 / Herren 3
Dauer: 120–150 Min.

Cantus Empfehlung: Die Übertragung eines Filmklassikers auf eine Theaterbühne zielt auf einen komischen und respektlosen Umgang mit den Mythen des Westerns. Alle Rollen-, Kostüm-, Masken- und Ortswechsel sollten so schnell wie möglich, sichtbar, und ohne großen Aufwand vollzogen werden. Wechsel zwischen konventionellen und komödiantischen Spielformen sind nicht nur zulässig, sondern unbedingt erwünscht.

Kurz vor dem Beginn der Vorstellung bricht im Theater das Chaos aus: Da einige Mitglieder des Ensembles plötzlich erkrankt sind, müssen die 39 Rollen des Stücks „High Noon“ kurzfristig auf vier Darsteller verteilt werden. Mit der Improvisation schneller Figuren- und Szenenwechsel beginnt das eigentliche Drama um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.
Am Tag seiner Hochzeit und Demission als Marshall von Hadleyville sieht sich Will Kane plötzlich mit der Vergangenheit konfrontiert: Der Bandit Frank Miller wurde vorzeitig aus der Haft entlassen und will nun tödliche Rache an Kane nehmen, der ihn ins Gefängnis brachte. Seine Frau Amy und auch die Freunde drängen ihn, schnellstmöglich die Stadt zu verlassen. Doch aus Pflichtgefühl und Sturheit kehrt er in die Stadt zurück. Als er seine alten Freunde um Beistand bittet, lassen sie ihn im Stich. Um zwölf Uhr mittags rollt der Zug mit Frank Miller in den Bahnhof ein, wo schon seine Komplizen auf ihn warten. Die Stunde der Entscheidung ist gekommen. Völlig auf sich allein gestellt nimmt Will Kane den Kampf auf.

Ausführliche Synopsis

Im Theater ist der Teufel los: die Aufführung des Western-Klassikers „High Noon“ ist gefährdet, weil das Ensembles von einer plötzlich auftretenden Durchfallerkrankung dezimiert wurde. Um mit einer verminderten Anzahl von Schauspielern trotzdem die Vorstellung spielen zu können, muss das Stück neu arrangiert werden. Deshalb tritt der Darsteller des Will Kane mit einer Gitarre vor den Vorhang, um mit einer Gesangsdarbietung Zeit zu gewinnen. Er singt den Song „Do Not Forsake Me Oh My Darling. Dabei wird er von dem Banditen Jack Colby, der die Verwirrung hinter der Bühne nutzt, um die Bedeutung der eigenen Figur aufzuwerten, gestört und von der Bühne vertrieben. Jack Colby erzählt dem Publikum nun die wahren Hintergründe der Feindschaft zwischen Will Kane und dem Banditen Frank Miller: Eigentlich ein Paar, verliebte sich Frank in die mexikanische Wanderhure Helen Ramirez. Aus Eifersucht forderte Kane ihn zum Duell, in dessen Verlauf Frank einen Kellner erschoss. Dafür wurde er von Kane verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Vorzeitig entlassen kehrt er nun zurück, um Rache an Kane zu nehmen.
Nachdem Colby die Bühne wieder verlassen hat, um seine Komplizen zu treffen, tritt Marshall Will Kane auf und gibt seine Hochzeit mit der Quäkerin Amy Fowler bekannt.

Die drei Banditen Ben Miller, James Pierce und Jack Colby tauchen in Hadleyville auf und reiten zum Bahnhof. Ihnen begegnen mehrere Einwohner des verschlafenen Städtchens, die mal erschrocken, mal erfreut reagieren, besonders Gillis, der Saloonbesitzer erhofft sich ein gutes Geschäft vom Erscheinen der Gangster.
Derweil findet im Büro des Richters Percy Mettrick die Trauung statt. Ausgelassen feiern Mettrick und Bürgermeister Jonas Henderson das frisch vermählte Paar, als plötzlich ein Telegramm herein segelt und die Ankunft Frank Millers mit dem 12-Uhr-Zug ankündigt. Mettrick und Henderson drängen Kane, augenblicklich die Stadt zu verlassen. Nach einigem Zögern gibt Kane seinen Widerstand auf und fährt mit seiner jungen Frau einem neuen Leben als Ladenbesitzers eines Geschäfts für Ehehygiene entgegen. Doch auf halbem Wege dreht er um, trotz Amys Widerstand. Sie bedrängt ihn, die gemeinsame Zukunft nicht aufs Spiel zu setzen. Doch Kane hat keine Wahl. Geleitet von Pflichtbewusstsein, Sturheit und dem Wissen, den Gangstern auf Dauer nicht entkommen zu können, kehrt er in die Stadt zurück. Amy ist wütend, weil sich Kane auch von ihren Reizen und Verführungskünsten nicht hat umstimmen lassen.

Von einem Hotelfenster aus beobachtet Deputy Harvey Pell, der junge Liebhaber von Helen Ramirez, der Ex-Geliebten von Kane und Miller, die Rückkehr seines Chefs.
Amy stellt Kane vor die Wahl, entweder gemeinsam zu fliehen, oder sie verlässt die Stadt – und damit ihn – mit dem Mittagszug. Kane entscheidet sich zu bleiben. Amy verlässt ihn.

Der Richter Percy Mettrick taucht auf und packt seine Sachen zusammen. Er will sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und fordert Kane auf, das gleiche zu tun. Doch Kane lehnt ab.

Er beauftragt den 14 jährigen Johnny, die alten Freunde zusammenzutrommeln, um den Kampf gegen die Gangster gemeinsam zu bestehen.
Harvey Pell erscheint und macht seinen Beistand von Kanes Fürsprache um den Job des Marshalls abhängig. Als Kane ablehnt, gibt Pell seinen Sheriff-Stern zurück.
Derweil lungern die Banditen am Bahnhof herum und warten auf die Ankunft Frank Millers.
Amy betritt das Hotel, um dort auf den Zug zu warten.

Helen Ramirez ist wütend über Harvey Pells Geständnis, ihre Beziehung an Kane verraten zu haben. Sie schmeißt ihn aus ihrem Zimmer und beschließt, das Hotel aufzugeben und die Stadt zu verlassen.
Herb Baker, ein Freund Kanes, taucht als erster in dessen Office auf und erklärt seine Bereitschaft zum Kampf.
Kane macht sich auf ins Hotel, um Helen Ramirez von der baldigen Ankunft Frank Millers zu unterrichten. Dabei trifft er Amy in der Hotelhalle, die aber hart in ihrer Entscheidung bleibt.

Auch Helen Ramirez rät ihm, die Stadt zu verlassen wie sie selbst, weil sie Millers Rache fürchtet.
Pell geht in den Saloon, um seinen Ärger über Kane und Helen Ramirez in Alkohol zu ertränken. Als Ben Miller dort auftaucht, um Schnaps zu kaufen, kommt es zur Begegnung mit Kane, der einige Hilfssheriffs rekrutieren will. Doch die Gäste begegnen ihm mit unverhohlener Feindschaft. Kane sucht seinen Freund Samuel Fuller auf, der sich aber von seiner Frau Mildred verleugnen lässt.

Harvey Pell will Helen Ramirez mit Gewalt zurückgewinnen, es kommt zwischen beiden zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung.
Weder in der Kirche, noch bei seinem alten Freund und Vorgänger Martin Howe findet Kane Unterstützung. Nur der alte Krüppel und Säufer Jimmy bietet Beistand an.
Amy sucht Helen Ramirez in ihrem Zimmer auf, weil sie die Ex-Geliebte ihres Mannes für den eigentlichen Grund seiner Sturheit hält. Ramirez versucht Amy zu überreden, ihrem Mann beizustehen und macht das Angebot, in ihrem Hotelzimmer auf die Ankunft des Zugs zu warten. Die beiden Frauen kommen sich näher.
Müde und deprimiert sucht Kane den Pferdestall auf und spielt kurz mit dem Gedanken an eine Flucht, doch als Harvey Pell dort auftaucht und ihn energisch auffordert, die Stadt zu verlassen, kommt es zum Kampf zwischen den beiden. Kane kann ihn nur mit großer Mühe k.o. schlagen.
Er kehrt in sein Büro zurück, wo auch Herb Baker ihn aus Feigheit im Stich lässt. Nur Johnny bietet seine Hilfe an, die Kane aber nicht annehmen kann. Er setzt sich und beginnt sein Testament zu schreiben.

In einem furiosen Schluss überschlägt sich die Handlung: Frank Miller steigt aus dem angekommenen Zug, die beiden Frauen besteigen ihn. Die Stunde der Entscheidung ist gekommen. Es beginnt eine Schießerei zwischen Kane und den vier Gangstern. Kane gelingt es, zwei von ihnen zu töten. Bei den ersten Schüssen verlässt Amy den Zug und rennt in die Stadt. Kane wird in die Enge getrieben, da erschießt Amy gegen ihre Überzeugung als Quäkerin den dritten Banditen. Frank Miller gelingt es, sie als Geisel zu nehmen. Sie kann sich losreißen, und Kane erschießt Miller.

Als die Bewohner sich wieder aus ihren Häusern wagen, wirft Kane ihnen voller Verachtung seinen Stern vor die Füße. Gemeinsam mit Amy verlässt er die Stadt.

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