Ridolfo
Musical / Musiktheater, Schulmusical

Hotel Ridolfo – Das Musical

frei nach Carlo Goldonis "Das Kaffeehaus"

Autor: Matthias Lösch
Musik: Tina Ternes
Orchestrierung: Band
Besetzung: Damen 6 / Herren 5
Dauer: 90–110 Min.
UA: 2004/2005, Theodor-Heuss-Gymnasium, Ludwigshafen
Spielbar ab: 14–15 Jahre

Cantus Empfehlung: Ohne Altersbeschränkung spielbar. Viele Rollen unterschiedlichen Niveaus und Umfangs. Ideal für Theater-/Musical-AGs ab der Mittelstufe, wobei auch jüngere Schüler integriert werden können. Probeplaybacks stehen zur Verfügung.

Ein Hotel in Venedig. Gäste kommen und gehen. Und seit Ridolfo auch noch eine Kaffeeterasse eröffnet hat, wird er nicht nur Zeuge der kleinen und großen Abenteuer der Touristen, sondern auch der einheimischen Bevölkerung, die hier ihren Espresso trinkt. Da gibt es Intrigen, Gerüchte, Liebesaffären, zerbrochene Ehen und Karrieren, die am Glückspiel scheitern. Viele mischen an diesen Schicksalen mit, aber vor allem Ridolfo ist es, der versucht, die Geschicke seiner Kunden zu lenken. Und das immer mit bester Absicht. Und am Ende auch mit Erfolg. Ein humorvolles Panoptikum der menschlichen Gesellschaft zieht in Hotel Ridolfo an uns vorbei.

Ausführliche Synopsis

Erst vor kurzem hat der Hotelbesitzer Ridolfo auch eine Frühstücks- und Kaffeeterasse eröffnet. Damit hat er nicht nur mehr Arbeit, was vor allem seinen Kellner Trappola ärgert, der lieber noch ein Stündchen schlafen würde, als der Kundschaft Kaffee zu servieren, nein, Ridolfo bekommt auch viel mehr mit von den Sorgen und Nöten seiner Kunden, die sich bei ihm ihr Herz ausschütten. Und da gibt es viel zu erzählen. Liegt Ridolfos Hotel doch gegenüber des Spielcasinos von Pandofo, wo sich Nacht für Nacht Tragödien ereignen. Vor allem aber ist es Karneval in Venedig: Man ist ausgelassen, die Emotionen kochen hoch, die Hormone spielen verrückt, Gerüchte verbreiten sich wie Lauffeuer, Karrieren und Ehen drohen zu scheitern – aber zum Glück gibt es ja Ridolfo, den ehrenwerten Ridolfo, der sich zum Wohle aller dafür einsetzt, die Verwicklungen und Missverständnisse zu lösen.

Da ist zum einen Eugenio, ein Kaufmann, oder besser gesagt der Sohn eines Kaufmanns, der das Erbe seines Vaters im Casino verspielt. 100000 Lire hat er verloren, die er auf die Ohrringe seiner Frau geliehen hat – von Donna Marzia, der größten Tratschtante der Stadt – und weitere 300000 Lire auf Ehre. Doch wie er das Geld zurückzahlen soll, weiß er nicht. Zum Glück hilft Ridolfo. Er leiht ihm das Geld und setzt sich dafür ein, dass Eugenio, der als Kaufmannssohn selbst kein so guter Kaufmann ist, seine Ware gewinnbringend verkaufen und so seine Schulden bezahlen kann. Damit befreit er ihn aus den Krallen des gewissenlosen Casinobesitzers Pandolfo, der nicht nur immer wieder Eugenios Spielsucht ausbeutet, sondern auch noch seine Geschäfte stören will. Die Spielsucht ist allerdings nicht Eugenios einzige Schwäche. Obwohl mit Vittoria verheiratet, flirtet er mit jeder Frau, die sich in seiner Nähe aufhält. Als diese davon erfährt und hört, dass Eugenio den gemeinsamen Besitz, den allerdings sie mit in die Ehe gebracht hat, verspielt, will sie sich von ihm trennen. Nur Ridolfos Eingreifen und Ermahnungen ist es zu verdanken, dass am Ende die Ehe gerettet wird.

Und dann gibt es da noch Flaminio, der unter dem falschen Namen eines Conte Leandro in Venedig weilt und der Tänzerin Lisaura den Hof macht. Dabei ist er verheiratet. Aber nachdem er wegen unsauberer Geschäfte seine Stelle als Verwalter verloren hat, hat er nicht nur sein altes Leben, sondern auch seine Frau Placida verlassen, um als Hochstapler durch die Welt zu ziehen. Placida sucht nach ihrem Mann und findet ihn schließlich in Venedig. Und sie ist entsetzt über sein Doppelleben. Mit einer List gelingt es ihr, Flaminio deutlich zu machen, dass er nur sie liebt und sie überzeugt ihn, zu ihr zurückzukehren. Natürlich hat auch hier Ridolfo seine Finger im Spiel.

Aber nicht nur er. Ridolfo erhält tatkräftige Unterstützung von Miss Laura Coldwater, die mit ihrer Nichte Louise als Touristin in seinem Hotel zu Gast ist. Die resolute Dame fühlt sich verpflichtet, den hintergangenen Frauen zu helfen und schmiedet mit Ridolfo die Pläne, die schließlich dazu führen, dass sich die Paare wieder versöhnen und alles gut ausgeht. Geschickt spielen sie dabei mit Donna Marizas Tratschsucht. Indem sie ihr falsche Informationen geben, die sie brühwarm weitererzählt, kommt die Wahrheit ans Licht. Sogar das Casino, Quell so vielen Übels, kann Lady Coldwater Pandolfo abluchsen. Es soll in ein Hotel umgewandelt werden und ein Hochzeitsgeschenk für ihre Nichte und den Kellner Trappola sein, die über ihre Vorliebe für eine ausgiebige Siesta ihr Liebe erkannt haben. Auch Lady Coldwater hat ihr Herz verloren – an Ridolfo. Ende gut, alles gut. Zerbrochene Ehen sind gerettet, neue gestiftet, und selbst Pandolfo hat eine neue Zukunft als Verwalter im Dienst von Donna Marzia. Und wer weiß schon, was daraus noch werden kann …

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