Judenbuche
Histotainment, Theater / Drama

Judenbuche

Nach der gleichnamigen Novelle von Annette von Droste-Hülshoff

Autor: Edda Klepp
Besetzung: Damen 2 / Herren 4
Dauer: 120–150 Min.

Cantus Empfehlung: Das Stück eignet sich für ein Zielpublikum ab 14 Jahren. Da die Novelle „Die Judenbuche“ häufig Unterrichtsstoff in Schulen ist, eignet sich dieses Stück explizit für diese Altersgruppe, aber auch als Literaturadaption für den Abendspielplan. Das Stück ist in zwei Versionen zu spielen. Als konzentrierte Version für ein sechsköpfiges Schauspielensemble, aber auch für Amateurbühnen, für die dann unter Umständen jede Rolle einzeln zu besetzen ist.

Friedrich ist der Sohn des Grundbesitzers Mergel und dessen Frau Margret. Das familiäre Leben wird überschattet von der Alkoholsucht des Vaters und dessen brutalem Verhalten. Als Mergel nachts am Fuße einer Buche tot aufgefunden wird, deutet alles auf einen Unfalltod im Suff hin.

Besetzungsliste

  • Spielerin 1 – Margret Mergel; Rahel, Aarons Frau
  • Spielerin 2 – Frau v. S.
  • Spieler 3 – Mergel; Herr v. S.
  • Spieler 4 – Simon; Der Jude Aaron
  • Spieler 5 – Brandis, der Förster; Gerichtsschreiber Kapp
  • Spieler 6 – Friedrich Mergel (erwachsen)
  • Ensemble – Dorfgemeinschaft; Friedrich Mergel (als Kind); Johannes Niemand; Ein Knecht; Ein Jude

Ausführliche Synopsis

Friedrich ist der Sohn des Grundbesitzers Mergel und dessen Frau Margret. Das familiäre Leben wird überschattet von der Alkoholsucht des Vaters und dessen brutalem Verhalten. Als Mergel nachts am Fuße einer Buche tot aufgefunden wird, deutet alles auf einen Unfalltod im Suff hin. Tatsächlich aber plagt sich der neunjährige Friedrich von diesem Tag an mit einem irrationalen Schuldgefühl, welches seinen weiteren Lebensweg entscheidend prägen wird.
Zudem sinkt das soziale Ansehen Margrets in der Dorfgemeinschaft, nachdem sie verwitwet ist. Sie kümmert sich fortan alleine um Friedrich und verarmt. Im Alter von 16 Jahren trifft Friedrich auf seinen Onkel Simon, dem Margret ihren Sohn als Gehilfen nur widerwillig anvertraut. Aufgrund ihrer finanziellen Lage bleibt ihr jedoch nichts anderes übrig.

Seit einiger Zeit hat Förster Brandis im Brederholz die sogenannten Blaukittel ins Visier genommen, die in den umliegenden Wäldern Holz stehlen. Als Friedrich für Simon am Waldrand als Kuhhirte wacht, schickt er bewusst Brandis in die falsche Richtung fort von dessen Männern und in die Arme der Holzfrevler. Brandis wird erschlagen. Obgleich Friedrich keine nachweisbare Schuld an dem Mord trägt, plagt ihn erneut ein unerträgliches Schuldgefühl.

Wenige Jahre später, Friedrich ist zu einem jungen Mann heran gewachsen, gerät er auf einer Dorffeier in Streit mit dem Juden Aaron. Kurze Zeit danach wird Aaron ermordet unter einer Buche aufgefunden. Friedrich macht sich aus dem Dorf davon und kehrt lange nicht wieder zurück. Begleitet wird er von Simons unehelichem Sohn Johannes Niemand. Die Dorfgemeinschaft wertet Friedrichs Verschwinden als Schuldeingeständnis. Dennoch kann Friedrich auch diesmal keine Beteiligung an dem Verbrechen nachgewiesen werden.

28 Jahre später kommt Friedrich in sein Heimatdorf zurück. Er gibt sich als Johannes Niemand aus. Im Hause des Gutherren von S. und dessen Frau findet er Obdach und berichtet von seiner jahrelangen Sühnefahrt in türkischer Sklaverei. Als er eines Tages nicht aus dem Brederholz von einem Spaziergang wiederkehrt, findet man ihn schließlich erhängt an der Buche, unter der auch der Jude Aaron starb. Erst jetzt erkennt man ihn als Friedrich Mergel.

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