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Theater / Drama

NADA, NIENTE, NULL

Ein dokumentarisches Theaterstück zur Realität von „Hartz IV“

Autor: Bettina Kenter
Besetzung: Damen 1 / Herren 1
Dauer: 90–110 Min.

Cantus Empfehlung: Brisantes Dokumentartheater. Frau Kenter zeigt dem Zuschauer realistisch die Not und Demütigungen eines Hartz-IV-Empfängers. Wie schnell man entmündigt, abgeschoben und ausgesondert wird zum Bodensatz der Gesellschaft …

Die asthmakranke Alessia wird zum Opfer der Hartz-IV-Gesetzgebung und einer erbarmungslosen Armutsmaschinerie.
Ihr früherer Tanzpartner Gregor kann sie zwar vor der Obdachlosigkeit bewahren, nicht jedoch vor weiterer unfassbarer behördlicher Willkür.
Alle im Stück beschriebenen Situationen sind der Realität entnommen und durch zahlreiche Quellen belegt.

Inszenierung

Spielorte: 2. Kein großer Aufwand erforderlich.

Besetzungsliste

  • Alessia, +-50 – intelligent, lebensfroh und tanzfreudig, fragil, empfindsam und asthmakrank, wird im unvorhersehbaren, existenzbedrohenden Kampf mit der Armutsmaschinerie fast wahnsinnig. Tolle Frauenrolle für ein sonst kaum bedachtes Spielalter.
  • Gregor – junggebliebener Abenteurer und guter Tänzer um die 50, vollzieht im Stück den gleichen schockierenden Erkenntnisprozess wie das Publikum und gewinnt dadurch an Verständnis, Mitgefühl und Menschlichkeit.

Ausführliche Synopsis

1. Szene – Nach langem Auslandsaufenthalt überrascht Gregor seine ehemalige Tanzpartnerin mit seinem Besuch. Alessia wirkt verstört; sie hat gerade eine Trennung hinter sich; aber ihr bizarr-panisches Verhalten hat andere Gründe …

2. Szene – Nach und nach erfährt Gregor die Wahrheit, wobei jedes neue Detail eine Realität enthüllt, die unfassbar erscheint: nach einem Jahr Arbeitslosigkeit ist Alessia bei „ALG II“ gelandet, bekannt als „Hartz IV“. Nachdem sie mehrfach widerrechtlich sanktioniert wurde, hat sie keinerlei finanzielle Mittel mehr; der Strom ist abgestellt, die Wohnung gekündigt, die Räumung steht bevor; sie hat nichts mehr zu essen und kann sich auch die für sie lebensnotwendigen Asthma-Medikamente nicht mehr kaufen.

3. und 4. Szene – Trotz Gregors Unterstützung und anwaltlicher Hilfe ist die Räumung nicht mehr rückgängig zu machen. Während der Wohnungsräumung, kurz vor Weihnachten, kommen immer neue schreckliche Details ans Licht.

5. Szene Politikerstimmen zum Thema Armut machen deutlich, dass Alessia kein Einzelfall ist.

6. Szene Alessia zieht bei Gregor ein und entgeht so der Obdachlosigkeit. Ein halbes Jahr später sind die beiden ein Paar und haben auch wieder Spaß am Tanzen. Doch als alles auf einem guten Weg zurück in ein einigermaßen „normales“ Leben scheint, erhält Alessia vom Jobcenter die Aufforderung, die Arbeit in einer Behindertenwerkstatt aufzunehmen, nachdem sie per Ferngutachten als „geistig behindert“ eingestuft wurde.
In der letzten Szene des Stückes kommen noch einmal die Politiker zu Wort.
Ein Abspann ist den Hartz-IV-Opfern auf beiden Seiten des Behördenschreibtischs gewidmet.
Alle im Stück beschriebenen Situationen sind der Realität entnommen und durch zahlreiche Quellen belegt.

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