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Kindertheater / Jugendtheater

Rotkäppchen und der böse Wolf … und wie es wirklich war!

Ein lustiges Märchen für Kinder – sehr frei nach Motiven der Gebrüder Grimm

Autor: Erwin Walter
Besetzung: Damen 6 / Herren 3
Dauer: 30–50 Min.
UA: Nur die Version 17 wurde bereits 3x aufgeführt.
Spielbar ab: 8–10 Jahre

Cantus Empfehlung: Die Länge des Stückes erfordert vor allem in den beiden großen Rollen eine intensive Probenarbeit und Bühnenerfahrung. Hier sollten die Schauspieler mindestens 10 - 11 Jahre sein. Die meisten anderen Rollen können durchaus auch von jüngeren und Neulingen ab ca. 7 Jahren besetzt werden.

Der Wolf hat weder Rotkäppchen noch Großmutter gefressen, Rotkäppchen wäre am liebsten keines gewesen; ihre Mutter hatte ein großes Geheimnis und Angst, sie würde ihre Liebe verlieren; drei schreckliche Zicken machten Rotkäppchen zu schaffen; der Wolf war auch kein Wolf – oder doch?
Und die Gebrüder Grimm haben uns allen nur die halbe Wahrheit erzählt, eben ein Märchen!

Ausstattung

Das Stück benötigt zwei Bühnenbilder, die jedoch mit einfachsten Mitteln darzustellen sind. Darin sind alle Versionen gleich.
In der letztendlich zur Aufführung gekommenen Version 17 (der Name richtet sich nach der Anzahl der Mitspieler) wurde die Küche durch einen einfachen Tisch mit Stühlen, der Wald durch ein paar Topfbäume dargestellt. Neben den beiden Aufgängen rechts und links wird auch einer vorne durch die Mitte benötigt. Den Hintergrund bildet eine Blackbox (schwarze Tücher).
In den Versionen mit den Gebrüdern Grimm standen diese auf/an einem leicht erhöhten Extrapult neben der Bühne bzw. auf der sich neben der Bühne (Altarraum der Kirche) befindenden Kanzel.

Besetzungsliste

  • Inspizient – sorgt für rechtzeitigen Umbau und mehr
  • Gerda, das Rotkäppchen – modernes Mädchen, das sich das Märchen ganz anders vorstellt
  • Eleonore, Oma von Gerda – vergesslich schwerhörig, sieht schlecht, sucht ständig ihre Brille
  • Der Wolf – trägt die ganze Zeit eine Wolfsmaske und ein braunes Fell, hat kaum Text
  • Frieda, Mutter von Gerda – schämt sich ihrer Zuneigung und will nichts ohne ihre Tochter tun
  • Rudolf Jäger, ihr Freund – will vor Gerda als Held dastehen, und lässt sich einen Trick einfallen
  • Nana, Tochter von Rudolf – tritt immer zusammen mit ihrer Schwester auf
  • Nene, Tochter von Rudolf – tritt immer zusammen mit ihrer Schwester auf
  • Chantal, Klassenkameradin von Gerda – neidische hinterhältige Zicke, die mit ihrem Plan, Gerda zu vertreiben, scheitert
  • Monique, Klassenkameradin von Gerda – kein bisschen besser als ihre Freundin
  • Jasmin, Klassenkameradin von Gerda – die dritte im Bunde der Zicken
  • Michelle, Klassenkameradin von Gerda – noch so eine neidische Zicke
  • Dani, Tochter von Fritz, Gerdas Klassenkameradin – die 5. in der Zickenbande, soll den bösen Wolf mimen
  • Fritz, Freund von Rudolf – soll Rudolf helfen und ebenfalls den bösen Wolf spielen
  • Jacob Grimm, tot – harter Kritiker
  • Wilhelm Grimm, tot – harter Kritiker
  • Corinna, Zuschauerin – die sooo gerne Theater spielen würde

Ausführliche Synopsis

Der Werdegang dieses Stückes/dieser Stücke ist m. E. typisch für das Kindertheater.
Zunächst stand die Idee, daraus wurde die erste Version mit 10 Mitspielern.
Dann meldete die Leitung der Gruppe, für die das Stück zielorientiert verfasst wurde, Mehrbedarf an Rollen an, der sich fast wöchentlich änderte.
So entstanden nacheinander die Versionen V 15, V 18, V16 zuletzt dann V 17.
Diese Versionen unterscheiden sich untereinander kaum bis gar nicht im Inhalt und nicht wesentlich in der Besetzungsliste. Oft ging es bei den erforderlichen Änderungen nur darum, dass ‚man‘ lieber diese oder jene Rolle hätte, und dass zumeist Jungs fehlten.
So waren bei der Erstaufführung die geschlechtsneutralen Rollen alle mit Mädchen besetzt.
Erst am Tag der ersten Probe stand fest, dass es diese Version werden sollte.

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