Stroh zu Gold | Cantus Theaterverlag
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Stroh zu Gold

Ein Märchen-Musical nach Rumpelstilzchen der Brüder Grimm

Autor: Annette Söllinger
Musik: Annette Söllinger
Orchestrierung: Orchester, Playback, Chor
Besetzung: Damen 5 / Herren 4
Dauer: 60–80 Min.
UA: 11. 03. 2017, Heiligenhaus
DE: 11. 03. 2017, Heiligenhaus
Spielbar ab: 5–7 Jahre

Cantus Empfehlung: Optimal für eine altersübergreifende Co-Produktion mit Jugendlichen, älteren und jüngeren Kindern.

Die Geschichte, die das alte Märchenthema vom Rumpelstilzchen aufgreift, handelt von Schuld und Unschuld, von Freundschaft, Hoffnung und Erwachsenwerden, und von der Stärke, die manchmal eine scheinbare ausweglose Situation in uns freisetzen kann.

Besetzung/Rollen/Charakter

  • Lisa, Müllertochter. Hier braucht man unbedingt eine ältere Darstellerin (ab 14). Es ist eine dankbare, intensive Rolle, aber sie verlangt auch viel.
  • Der Unheimliche. Nicht ohne Grund verrät er niemandem seinen richtigen Namen. Denn Lisa hat schon recht: „Rumpelstilzchen“ klingt in unseren Ohren harmlos bis komisch. An dem Unheimlichen ist aber überhaupt nichts komisch.
  • Murdi, der Kater ist die einzige große Rolle, die auch gut mit einem jüngeren Kind besetzt werden kann, das aber schauspielerisch wendig sein muss. Murdi ist Lisas bester Freund. Schon immer. Er lebt wie alle Katzen mit kindlicher Unbekümmertheit in den Tag hinein und findet alles gut, was Lisa macht.
  • Käthe, das Kindermädchen. Käthe ist die eigentliche Schlüsselfigur im Stück, die den Wendepunkt einleitet, und, wie auch Lisa irgendwann bemerkt, ein absoluter Schatz. Sie ist kinderlieb, klug, immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wird, und Murdi mag sie auch sehr gern leiden.
  • Der König. Der König ist zunächst einmal ein typischer König. Er ist seinen Untertanen durchaus wohlgesonnen, muss aber eine gewisse Sensibilität für die Nöte des einfachen Volkes erst noch entwickeln. Zunächst kennt er nur das Gefühl der Macht und Überlegenheit, das auch schon mal leicht arrogant macht.
  • Hubert, der Kammerdiener. Hubert ist ein sehr zurückhaltender Mensch, kennt gute Manieren und weiß die Form zu wahren. Vielleicht ist er ein wenig steif. Auf jeden Fall steht er sehr loyal zu seiner Königin.
  • Dora, Lisas Schwester. Dora arbeitet hart, ganz klar. Weil sie sich nichts gönnen kann, gönnt sie auch andern nichts. Lisas unbeschwerte Art kann sie überhaupt nicht nachvollziehen. Sie denkt nicht besonders gut von ihrer Schwester.
  • Peter, Lisas Bruder. Peter kann durchaus ein netter Kerl sein. Immerhin hat er seiner Schwester Lesen und Schreiben beigebracht.
  • Die Mutter. Liebt ihre Kinder. Auch wenn ihre Erziehungsmethode sicherlich ein bisschen überholt ist. Auch sie schuftet von morgens bis abends, um die Familie durchzubringen.

Kleine Sprechrollen:

  • ein Wächter (stumme Rolle)
  • Zwei Diener/ Dienerinnen
  • Die kleine Dienerin
  • Der Geheimdienstchef
  • Hinz
  • Kunz
  • mehrere Boten, Alter Tom, Rufus Untermberg
  • Anführer der Wölfe und 4 weitere Wölfe

Die zwei Diener/ Dienerinnen könnten gut von etwas älteren jugendlichen Darstellern übernommen werden. Im Prinzip aber können viele dieser Rollen natürlich auch aus dem Chor besetzt werden.

Grundsätzlich kann eine einzige Gruppe Chorkinder (je nach Befähigung und nach Anzahl) sämtliche Choraufgaben bis auf die Straßenkinder übernehmen. Das muss allerdings logistisch gut geplant werden. Ansonsten kann man die verschiedenen Rollengruppen auch aufteilen, wenn man genügend gut singende Kinder zur Verfügung hat.

Bühnenbild/Inszenierung

Bild 1, Bild 3

Müllerstube. Karg eingerichtet. Ein Tisch, Stühle, Schüsseln, Kannen, Krüge, etc., ein Besen, Mehlsäcke, ein Spinnrad. Auf- und abtritt durch die Tür in der Bühnenmitte.

Bild 2, Bild 4

Königliches Verlies. In der Mitte hat man einige Strohballen aufgetürmt; daneben steht ein Spinnrad.

Bild 5, Bild 7

Gemach der Königin. Rechts im Hintergrund ein Fenster. In der Bühnenmitte zwei Stühle, weiter links ein Tischchen.

Bild 6

Wald. In der Mitte der Bühne eine Feuerstelle. Im Hintergrund ein Schuppen. Auf der linken Bühnenseite Rumpelstilzchens Hütte. Mehrere Büsche oder Bäume, die den Platz einrahmen. Ein Busch sollte später als Verstecke für Lisa dienen.

Szene im Wald

Waldkulisse, aber diesmal ohne Feuerstelle und Hütten. Alternativ könnte diese Szene auch vor dem Vorhang gespielt werden (siehe Anmerkungen in der Partitur).


Besetzung:

  • Damen/Anzahl: 5 große Hauptrollen (Sing- und Sprechrollen – bei Doppelbesetzungen in den kleineren Rollen)
    Herren/Anzahl: 4 große Hauptrollen

Orchestrierung:

  • Instrumental-Ensemble: Oboe (nur in Nr.8), Klarinette, 2 Violinen, Viola, Violoncello, Bass, Klavier
  • Playback (alternativ)
  • Chor (Kinderchor)

Spielbar ab: 

  • Straßenkinder ab 5
  • Chor und kleine Sprechrollen, sowie Kater Murdi 7-14
  • Hauptrollen: ab 11 bzw. ab 14

Ausführliche Synopsis

Lisa, die Müllertochter, die von ihrem Bruder Lesen und Schreiben gelernt hat, hat ihre poetische Ader entdeckt und schreibt begeistert Gedichte. Anders als ihre Geschwister, die sich in der täglichen Arbeit aufreiben, hat sie so etwas gefunden, was ihr den schweren Alltag erleichtert. Ihre Geschwister haben dafür wenig Verständnis. So kommt es, dass ein von Lisa verfasstes Gedicht ein fatales Missverständnis auslöst: sie wird vom König in sein Schloss beordert, weil sie angeblich Stroh zu Gold spinnen kann. Lisa weiß, dass das nicht geht und ist verzweifelt. Da taucht der Unheimliche auf und bietet seine Hilfe an. Aber seine Bedingungen sind alles andere als fair…

Die Geschichte, die das alte Märchenthema vom Rumpelstilzchen aufgreift, handelt von Schuld und Unschuld, von Freundschaft, Hoffnung und Erwachsenwerden, und von der Stärke, die manchmal eine scheinbare ausweglose Situation in uns freisetzen kann.

Presse

  • „Die Uraufführung konnte … nicht nur mit tollen Darstellern und liebevollen Details einen beachtlichen Erfolg feiern – der nicht ganz so heimliche Star des Abends war vor allem die Musik. … ein eigener Stil war den Liedern anzuhören und doch war die Musik abwechslungsreich. Mal pfiffig und mit Tempo, mal leise und melancholisch. …“ (Rheinische Post, 13. März 2017)
  • Märchenhaft: Schüler spinnen Stroh zu Gold
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Hörprobe

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