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Komödie / Sketche

Zum beschwipsten Stöckelschuh

Autor: Jan Peterhanwahr
Besetzung: Damen 4 / Herren 7
Dauer: 90–110 Min.

Cantus Empfehlung: Klischees werden durchbrochen und engstirnige Denkweisen werden mit Humor und Witz hinterfragt. In diesem Sinne: Stößchen! Hervorragend für Amateurtheater geeignet.

Um ihre Stammkneipe vor dem Zwangsabriss gieriger Bauherren zu retten, setzen sich drei verheiratete Männer in den Kopf, ihr Lokal – möglichst glaubwürdig – in eine Schwulenkneipe umzuwandeln. Ganz zur Überraschung ihrer Frauen und dem Rest der Kleinstadt.
Und schon geht das Chaos los.

Ausstattung

Alle Szenen dieses Stückes finden in der Kneipe der Männer statt, die sich allerdings im Laufe des Stückes durchaus verändert und immer mehr in das neue Lokal umgewandelt wird.

Besetzungsliste

Rollen
Weiblich: 4 ( mind.3)
Männlich: 7 ( mind.5)

  • Hannes Wacholder (42) (Versicherungsangestellter, offizieller Wirt der Kneipe)
    Er ist der Besitzer der Kneipe und großer Fußballfan. Auch wenn er eher tolerant erscheint hat er wie die anderen Männer auch Schwierigkeiten, direkt mit Frederik umzugehen. Seinen Sohn akzeptiert er nach und nach, sogar dann so gut, dass er sich wundert, dass dieser doch nicht schwul ist.
  • Annette Wacholder (38) (Kindergärtnerin)
    Wie alle drei Frauen sie sie sehr selbstbewusst und bereit, ihrem Mann auch mal ihre Meinung zu sagen – und viel Schadenfreude dabei ihm die Beine zu rasieren.
  • Sohn Luca (13)
    Luca liebt kochen und Musik. Das Publikum hat wegen seiner sehr femininen Art schnell den Eindruck, dass er schwul sei – was sein Vater auch erst ignoriert. Am Ende stellt sich klar heraus, dass er nicht schwul ist, sondern sogar eine Freundin hat.
  • Martin Polsum (40) (Klempner)
    Genau wie Karl ist er einer der besten Freunde von Hannes und Mitbetreiber der Kneipe. Er und Karl bilden ein gutes Duo, das sich gegenseitig die Bälle zuspielt.
  • Claudia Polsum (41) (Grundschullehrerin)
    Martins Frau und wie Annette auch sehr selbstbewusst und besonderer Fan der neuen Hüftschwungfähigkeiten ihres Mannes.
  • Karl Freiheit (35) (Elektriker, Freiwillige Feuerwehr)
    Zweiter Teil des Duos Martin & Karl. Wenn er auch erst skeptisch gegenüber Hannes Plan ist lässt er sich dennoch von dem möglichen Erfolg überzeugen.
  • Birgit Königswiese (32) (Mutter)
    Sie ist eine alte Freundin von Frederik, offen und tolerant, und stellt gerne den Kontakt zwischen ihm und den Männern her.
  • Frederik, der schwuler Berater (der „Experte“)
    Er ist ein sehr offen schwul lebender Mann, der mit Birgit befreundet ist. Während die Frauen ihn vergöttern sind die Männer eher zurückhaltend. Er spricht Spannungen und Probleme direkt an und steht fest hinter dem Entschluss, sich nicht zu verstecken. Auch wenn in ihm eine kleine Diva steckt kann er sich sehr gut zurücknehmen und das Ziel der Mission im Blick behalten – auch wenn er hier größer denkt als nur eine Kneipe zu retten. Er zeigt in einer Szene auch Tiefgang, als er seine eigene Geschichte erzählt.

Ausführliche Synopsis

Die drei männlichen Hauptcharaktere Hannes, Martin und Karl genießen ihr entspanntes Leben in der Kleinstadt Großostheim. Vor allem aber genießen sie die Zeit in ihrer eigenen kleine Kneipe, der „Weberklause“, die mehr ein Clubhaus und Rückzugsort der Männer ist als eine wirklich öffentliche Kneipe. Umso schockierter sind sie, dass ein Einkaufszentrum genau auf dem Grundstück gebaut werden soll, auf dem ich auch ihr „Zweites Wohnzimmer“ befindet und sie somit einer Zwangsenteignung bevorstehen.

Zunächst entmutigt von dem scheinbar unlösbaren Problem und dem Kampf gegen den Goliath in Form des Stadtrates, machen sie sich dennoch daran einen Ausweg zu finden. Sie entscheide sich dazu ihr Lokal nach außen hin in eine Minderheitenkeipe umzuwandeln damit niemand es wagen würde ihnen etwas wegzunehmen – im Zeitalter von politischer Korrektheit keine üble Idee. So wird das Lokal schnell in eine Schwulenkneipe verwandelt um wegen eines drohenden Skandals und Minderheitenfeindlichkeit auf der sicheren Seite zu stehen. Die Investoren geben jedoch nicht so schnell auf und wollen mehr als nur eine leere Theke vorfinden: Die Bar muss gefüllt sein, was in der Kleinstadt nicht so leicht scheint. Um die Kneipe überzeugend zu verändern und die passende Minderheiten-Kundschaft anzulocken wird ein „Fachmann“ namens Frederik herbeigeordert und mit Tanzeinlagen, Federboas und „mehr Drama“ geht es ans Werk: Der erste noch wackelige Stöckelschritt zur Kneipensicherheit ist gemacht. Die ersten Erfolge stellen sich ein, doch es gibt Widerstand einiger Stammkunden und auch die Umsetzung des Plans ist nicht immer leicht, was die Männer am eigenen Leib erfahren müssen. Mit dem Rückhalt ihrer Ehefrauen überwinden die drei ihre eigenen Schubladen und öffnen nicht nur ihren Laden für Menschen jeder Art.

Klingt schmalziger als es ist, denn das Stück wird von viel Humor, Selbstironie, schnellen Dialogen und Shownummern getragen, sodass nicht der moralische Zeigefinder im Mittelpunkt steht.

Bei diesem Stück wird das Publikum mit eingebunden, um trotz niedriger Rollenzahl ein runde und authentische Geschichte zu erzählen. An verschiedenen Stellen, vor allem zum Finale hin, werden Mitglieder des Publikums als Komparsen oder Mini-Rollen mit nur einem Satz auf die Bühne geholt. Genaue Aufgabenkarten finden sich im Anhang. Das macht den Abend zu einem interaktiven Abenteuer. Aufgelockert wird das Stück durch mehrere Tanz- und Showeinlagen, die selber kreativ und humorvoll ausgelegt werden können. Angegeben sind Liedvorschläge, die ggf. durch aktuellere oder passendere Nummern ersetzt werden können und viel Raum für eigene Ideen und Begeisterung bieten.

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