In diesem fast klassisch gebauten parabelhaften Psychodrama wird die strenge Marianne zum gesellschaftlichen Überich, Hartwig zum prototypischen Folgeopfer, der Arzt Ansgar zur ausgegrenzten, als Korrektiv versagenden Vaterfigur.
Hartwig bleibt zu schwach und zu unwissend, um sich gegen die Mutter und das Überich zu behaupten. Aber auch die gesellschaftliche Leistungsutopie versagt. Die Gesetze des Lebens verlangen ihr eigenes Recht.
Der junge Schauspieler Hartwig beklagt in einem imaginären Dialog mit einer jungen Frau, die nie ganz konkret wird, seine Unselbständigkeit im Haushalt seiner Mutter Marianne, bei der er immer noch wohnt. Streit mit der aus ihrem Kramladen kommenden Marianne. Hartwig wird von einer körperlichen Lähmung erfasst.
Hartwig, fortan im Rollstuhl lebend, zerstört die Hoffnungen seiner Mutter, er könne den Schauspielberuf wiederaufnehmen. Marianne gesteht dem Arzt Ansgar, dass sie Hartwig lieber tot sähe als außerstande, seiner Sendung zu folgen. Ansgar erklärt ihre Lebenseinstellung für krank und zur Ursache von Hartwigs Leiden.
Hartwig sinnt in seiner Verzweiflung für den an ihm begangenen geistigen Missbrauch auf Rache.
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