PLAS-TICK-TACK |© Moritz320/Pixabay | Cantus Theaterverlag
Kindertheater / Jugendtheater, Komödie / Sketche

PLAS-TICK-TACK

Ein Theaterstück für ein Kinderpublikum von 6 -14 Jahren

Autor: Daniela Prousa
Orchestrierung: Playback, Chor
Besetzung: Damen 5 / Herren 1
Dauer: 60–80 Min.
Spielbar ab: 11–13 Jahre

Cantus Empfehlung: Auch für ambitionierte kleinere Erwachsenen-Ensembles geeignet: Die Mindestzahl von 5 Darstellenden kann bei Nutzung einer Handpuppe für eine der beiden Tier-Rollen, die erst ab dem 4. Akt erscheinen, leicht auf 4 reduziert werden (sogar auf 3 bei Nutzung von zwei Handpuppen, einer Attrappe für die schlafende Hauptperson und Verzicht auf die Mini-Rolle DUSCHGEL).
Andererseits kann für größere Ensembles die umfangreiche Hauptrolle gut auf zwei Darstellende aufgeteilt werden, woraus sich dann 9 Sprechrollen ergeben.
Für Kinderensembles von 7 bis über 15 Kinder. Kinder benötigen angesichts der häufigeren Regie-Anweisungen im Sprechtext beim Einlesen Begleitung.

PLAS-TICK-TACK problematisiert, lebhaft und „kunterbunt“, unseren gesellschaftlich bedeutsamen Plastikmüll. Das Stück möchte das Bewusstsein für das Thema fördern, zur altersgerechten Reflexion anregen sowie Haltungen anstoßen, aus denen Lösungen erwachsen können.

Als Metapher für unsere Erde dient dabei der Garten der zunächst hilflosen Hauptperson MENSCH!. Zum Begreifen seiner Lage benötigt MENSCH! den Rat von P!FLASCHE, einer gelehrten, scharfsinnigen PET-Flasche mit aufgeklärten Verstand. Sie zeigt MENSCH! auf, dass er sich selbst in das Problem hineingebracht hat und nur wieder hinausfinden wird durch eben das herausfinden, wie es dazu kommen konnte. Und MENSCH! beschließt, dieses Rätsel lösen zu wollen…

Besetzung/Rollen/Charakter

Rollen:

  • MENSCH!: 1. Hauptrolle. Zunächst orientierungslos, bald „suchend“, begreifen wollend, ruhelos.
  • P!FLASCHE: 2. Hauptrolle. Grünlich-leuchtende PET-Flasche, scharfsinnig, humorvoll, lebenserfahren.
  • EIN KIND: Lebhaft-blumig, barfüßig, mit wildem Haar, hier und da ein Rad schlagend.
  • EIS IN PLASTIKFOLIE: Flirtfreudig, verführerisch, in engem raschelndem Kostüm.
  • PLASTIKGABEL: Menschengroß, kontaktfreudig-streitlustig, weltoffen, begeisterungsfähig.
  • KOPF VON MENSCH: In einer Szene anwesend, MENSCH! auf seine „Kopflosigkeit“ hinweisend.
  • FERKEL: Entspanntes Gemüt, oft vergnügt, genussfreudig und ungeniert.
  • HASE: Dynamisches, manchmal voreiliges, freches Wesen.
  • BADELATSCHI, AUTOREIF, DUSCHGEL: Schrille Typen in knalligen Kostümen, in einer Szene, sprachfrei.
  • CHOREO: Zwei oder mehr Personen, synchroner Tanz mit Plastikobjekten im Sitzen, in einer Szene.

Besetzung:

  • Damen/Anzahl: Insgesamt 8 geschlechtsvariable Sprechrollen, 3 ebensolche sprachfreie Mini-Rollen, 2 oder mehr Mini-Choreo-Rollen. (Insgesamt mind. 3-5 Darstellende bei Mehrfachbesetzungen von Erwachsenen.)
  • Herren/Anzahl: 1 (Hauptrolle MENSCH!) von den 8 Rollen, ggf. auch das variabel.

Bühnenbild/Inszenierung

Eine Grundkulisse, zwei Bilder: Ort des Geschehens ist jeweils der Garten, an und für sich idyllisch, dabei von Plastiksachen überflutet, später dann natürlich-idyllisch.

Dauer:

  • 60 Min.

Spielbar ab:

  • Für erwachsene Darstellende geschrieben. Für Kinder spielbar ab 10 bis 11 Jahre (Hauptrolle MENSCH! Ab 12 Jahre bei Aufteilung auf drei Darstellende.

Ausführliche Synopsis

Als Metapher für unsere Erde dient der Garten von MENSCH!. Während der Garten durch den auditiven Prolog noch in einer leichtfüßig-frühlingshaften Schönheit gedacht wird, kippt diese im ersten Akt in die mit den Mitteln der Übertreibung grotesk abgebildete Wirklichkeit des Plastiküberflusses: MENSCH! ersteigt, beinahe gruselig anmutend, hilflos, seinem Plastikmüllhaufen. Zum Begreifen seiner Lage benötigt er den Rat von P!FLASCHE, einer scharfsinnigen PET-Flasche mit aufgeklärtem Verstand. Sie erklärt MENSCH!, dass er sich selbst in das Problem hineingebracht hat und nur wieder hinausfinden wird durch das Herausfinden, wie es dazu kommen konnte.

Nachdem MENSCH! beschließt, dieses Rätsel lösen zu wollen, begibt er sich im zweiten Akt auf die Suche und beleuchtet verschiedene psychologische Hintergründe für das Zustandekommen des Plastiküberflusses: Die menschliche Lust, sich die Sinne und damit auch das Denken „verglitzern“ zu lassen, die Bequemlichkeit und die Ideenlosigkeit mit der Entfremdung vom Selbst-Tun. Dabei helfen MENSCH! die Begegnungen mit drei surrealen Gestalten: einem menschengroßen Eis in Plastikfolie, einer Plastikgabel und nicht zuletzt – seinem eigenen Kopf.

Im dritten Akt reift MENSCH!s Bewusstsein für das Ausmaß und die Tiefe des Problems, zugleich dabei seine andeutungsweise Verzweiflung daran, es lösen zu können, denn es liege in unserer Natur, nicht gegen sein Lustprinzip ankommen zu können, zu faul zu sein, zu konformistisch, außerdem alles zu verharmlosen und obendrein noch überfordert zu sein mit den Anforderungen der modernen Gesellschaft. Von daher seien wir zwar selbst schuld, aber auch arm dran. Die Beziehung zu P!FLASCHE wird distanzierter und zwischendurch ambivalent.

In der ersten Szene des vierten Aktes träumt MENSCH! von der schönen Natur, wie sie ohne Plastik sein könnte. Durch ein lebensfrohes Kind mit dem Rezept zur Beseitigung des Plastiks (Anfangen, Sehen, Denken, gemeinsames Tun), durch ein sich an der verbesserten Lebensgrundlage erfreuendes Ferkel und durch weitere Einflüsse findet MENSCH! die Motivation zum nachhaltigen Aufräumen seines Gartens. Nach einem kurzen Rückschlag durch hereinbrechendes Mikro-Plastik lässt sich der Traum von der Idylle im Garten von MENSCH! verwirklichen. Das erfreut auch P!FLASCHE…

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