Der Käse muss hoch hinaus | ©Vane Monte/Pixabay | Cantus Theaterverlag
Komödie / Sketche

Der Käse muss hoch hinaus

Komödie in vier Akten

Autor: Julian Niedermeier
Orchestrierung: keine
Besetzung: Damen 3 / Herren 4
Dauer: abendfüllend
Spielbar ab: 16–18 Jahre

Cantus Empfehlung: Diese Komödie lebt nicht nur von rasanten, lustigen Dialogen, Wortwitz und Slapstick, sondern vor allem von der tieferen Botschaft. Alle Charaktere reden auf eine bestimmte Art und Weise ständig aneinander vorbei. Natürlich entsteht so die Komik, aber eben auch die Tragödie die eigentlich dahintersteckt. Kinder schreien sich die Kehle wund, eine Kuh wird unter höllischen Schmerzen zweimal gemolken, die ganze Familie droht auseinanderzubrechen. Alles nur aufgrund von fehlender oder falscher Kommunikation. Dabei repräsentieren die Figuren nicht nur die Problematik innerhalb vieler Familien, sondern auch die vieler Firmen. Auch Theater. Die typische Generationenfrage rückt dabei fast in den Hintergrund. Dass die „Jungen“ glauben sie können es besser und die „Alten“ glauben sie wüssten es besser, ist nur ein weiterer Vorwand beider Parteien, um das eigentliche Problem nicht sehen zu müssen. Sie haben einfach verlernt, miteinander zu reden.

Nach seinem Studium zum Agrarwissenschaftler möchte TOM, zusammen mit seiner Freundin, seiner Familie, bestehend aus Eltern, Bruder und dessen Frau, auf dem Bauernhof unter die Arme greifen. Sein Plan ist es, den bestehenden Käse mit neuer Werbung populärer zu machen und gleichzeitig andere Sorten zu kreieren. Der damit einhergehende Arbeitsaufwand und die vielen Änderungen stoßen allerdings insbesondere bei seinen Eltern nicht gerade auf Begeisterung.

Die Generationen geraten durch Meinungsverschiedenheiten sowie fehlende, oder schlechte Kommunikation in einen Streit, der darin gipfelt, dass „die Alten“ ihre Führung aufgeben um „den Jungen“ eine Lektion zu erteilen, ganz im Sinne von, die werden schon sehen, was sie an uns haben. Dumm nur, dass diese es viel mehr als willkommene Gelegenheit sehen, endlich alles zu verbessern. Woran sie jedoch kläglich scheitern. Und nicht nur das. Sie entdecken außerdem in der vernachlässigten Buchhaltung einen riesigen Schuldenberg, der den Hof in den Ruin treiben könnte.

Bühnenbild/Inszenierung

Bauernhof der Redmayers

Ausführliche Synopsis

Nach seinem Studium zum Agrarwissenschaftler, kehrt TOM auf den Bauernhof seiner Eltern ERIKA und GERD zurück. Der dort hergestellte Käse ist zwar regional bekannt und beliebt, hätte aber auch das Potenzial noch mehr Leute zu erreichen. TOMs Verbesserungsvorschläge stoßen allerdings nicht nur bei seinen Eltern, sondern auch bei seinem Bruder HOLGER auf Ablehnung. Einzig dessen Frau BETTINA sehnt sich schon lange nach einigen Veränderungen. So ist sie es mehr als leid, am Markt unter dem Slogan „Unsere Löcher schmecken am besten“ den Käse verkaufen zu müssen. Erst TOMs neuer Freundin LEILA gelingt es aufgrund ihres Marketing Studiums, ERIKA und GERD davon zu überzeugen, dass man den Käse über Soziale Medien deutlich bekannter machen könnte.

Doch der Frieden hält nicht lange. GERD und ERIKA ecken weiterhin mit den neuen Ideen ihres Sohnes an, während dieser immer mehr an seinen Eltern verzweifelt. BETTINA ist es satt, ständig als das „Mädchen für Alles“ angesehen zu werden und LEILAs Versuch einen Werbeclip mit den beiden Gründern zu drehen scheitert kläglich. Schließlich eskaliert das Ganze und die ältere Generation schmeißt die Führung verärgert hin, in dem Glauben, den „Jungen“ eine Lektion zu erteilen. Ganz nach dem Motto, die werden schon sehen, was sie davon haben. Die „Jungen“ jedoch, sehen das als die Gelegenheit den „Alten“ zu zeigen, wie viel besser sie den Hof leiten können.

Einen Monat später stellt sich heraus, dass die beiden Paare eher schlecht als recht klarkommen. Fehlende Kommunikation, falsche Aufgabenverteilung und unnötige Partyexzesse sorgen für noch mehr Chaos, als es ohnehin schon gab. Kurz bevor das Ganze zu eskalieren droht, schaffen die vier es, sich Fehler einzugestehen und die Aufgaben neu zu verteilen. So kümmert sich zum Beispiel ab sofort LEILA um den Wust an Buchhaltung, den ERIKA zurückgelassen hat.

Nur wenige Stunden später muss LEILA verkünden, dass der Hof nicht nur pleite, sondern die Redmayers 20.000 € Schulden haben. Da taucht der reiche Hochseilparkbesitzer JAN auf. Eigentlich will er LEILA und BETTINA zu einem Scheunenfest abholen, wird stattdessen aber mit vereinten Kräften von einem Sponsoring überzeugt. Nachdem sich die Generationen ausgesprochen und alle ihre Fehler eingestanden haben, gelingt es ihnen schließlich, genügend Geld aufzutreiben, um den Hof zu retten.

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