Der Teufelspfeifer - nach der bekannten Sage "Der Rattenfänger" | Cantus Verlag
Kindertheater / Jugendtheater, Märchen

Der Teufelspfeifer

nach der bekannten Sage „Der Rattenfänger“

Autor: Birgit Schulz-vom Heede
Instrumentierung: keine
Dauer: 90–110 Min.
Spielbar ab: 11–13 Jahre

Cantus Empfehlung: Durch das ganze Stück zieht sich die soziale Gemeinschaft und der Zusammenhalt. Dieses kann sich auch positiv auf die Gemeinschaft der Spielenden auswirken. Daher bietet sich das Stück sehr gut für gemischte Ensemble der Theatervereine an. Kann auch mit Erwachsene gespielt werden.

Kurzbeschreibung

In einer Kleinstadt werden die Kinder von ihren Eltern schamlos ausgenutzt. Die Kinder bringen aus dem Wald Ratten als Haustiere mit nach Hause. Daraus entwickelt sich eine Plage. Ein fremder Musikant bietet Hilfe an, die Ratten zu entfernen. Es klappt, aber die Erwachsenen wollen nicht den vereinbarten Lohn zahlen. Das stimmt die Kinder wütend und traurig und sie beschließen, mit dem Fremden die Stadt zu verlassen. Monate später kehrt ein Mädchen zurück und berichtet, wie gut es den Kindern jetzt geht.

Besetzung/Rollen/Charakter

  • Gemischtes Ensemble
  • 11 Jugendliche: 7 m/4 w
  • Kinder (10 – 14 Jahre): 4 m/4 w

Bühnenbild/Inszenierung

Es handelt sich um ein stationäres Bühnenbild. Vor den Augen der Zuschauer muss die Kleinstadt erkennbar werden. Andeutung der Häuser mit klappbaren Bühnenwänden für die Dreidimensionalität. Hintergrund evtl. gemalte Landschaft oder einfach schwarz Abhängen. Bühnenmitte als Treffpunkt eine Bank oder ein Brunnen.

Spielbar ab: 10 Jahre

Ausführliche Synopsis

In einer Kleinstadt werden die Kinder von ihren Eltern schamlos ausgenutzt. Die Schule wurde abgeschafft und es gilt der Grundsatz, es wird fürs Leben gelernt. Aus diesem Grund müssen die Kinder schon sehr viele Aufgaben übernehmen wie Milch vom Bauern holen, Brötchen backen, Kleider bügeln, usw. und dass alles während die Eltern ausschlafen können. Entsprechend müde und abgespannt sind die Kinder, denn es gibt für sie keine Auszeiten oder fröhliches Spiel.

Die Kinder bringen aus dem Wald Ratten als Haustiere mit nach Hause. Daraus entwickelt sich eine Plage. Ein fremder Musikant bietet Hilfe an, die Ratten zu entfernen. Es klappt, aber die Erwachsenen wollen nicht den vereinbarten Lohn zahlen. Das stimmt die Kinder wütend und traurig und sie beschließen, mit dem Fremden die Stadt zu verlassen. Die Eltern sind entsetzt und suchen die Kinder überall.

Monate später taucht ein Mädchen auf und berichtet, dass es allen gut geht und sie ein schönes Leben aufgebaut haben. Bei den Eltern hat es sich nicht so gut entwickelt. Manche Ehepaare trennen sich sogar. Die anderen hoffen auf ein Wiedersehen mit den Kindern.

Das Theaterstück bietet für den schulischen Bereich Material für den Deutschunterricht zum Thema Sagen und Märchen, sowie für den Geschichtsunterricht die Basis für das Thema Kinderauszug und Ostkolonisation.

Nach meiner Erfahrung sind Schulen immer dankbar dafür, wenn auf mögliche anzusprechende Themen hingewiesen wird. Modern und angemessen ist das Ende, eben nicht wie es im Märchen steht. Die Hauptsache ist, dass die Kinder ihr Glück selber in die Hand genommen haben und erfolgreich wurden. Die Möglichkeit der Versöhnung ist nicht ausgeschlossen, nur zu diesem Zeitpunkt wäre es noch zu früh.

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