
Ranunka
Wer ist hier die Hexe? – ein Märchen Krimi
Autor: Tanja WildenhofInstrumentierung: keine
Besetzung: Damen 10 / Herren 4
Dauer: 90–110 Min.
UA: Juli 2025, Zeller Kultur, Radolfzell
DE: Juli 2025, Zeller Kultur, Radolfzell
Spielbar ab: 14–15 Jahre
Cantus Empfehlung: Ranunka ist ein emanzipiertes Märchen. Es zeigt eine fröhliche junge Frau, die fernab von Konsum aufwächst, sich nicht unterordnen lässt und ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Sie fordert ihre Rechte diplomatisch ein und kämpft für Gerechtigkeit. Ihre Zwillingsschwester, die ebenso selbststimmt handelt, aber habgierig ist, setzt gemeine Druckmittel ein.
So erfahren wir in diesem Stück, dass am Ende eben nicht alles gut wird, wenn Macht und Reichtum gesichert sind. Ferner räumt die Geschichte mit dem „böse Stiefmutter“-Klischee auf. Alles auf sie abzuwälzen wäre doch zu einfach, denn jede Handlung hat von jedem Beteiligten einen Hintergrund – egal ob gut oder böse, trägt dieser zur Entwicklung der Geschichte bei; genauso wie im „echten“ Leben.
Das Gift, das in den Äpfeln enthalten ist, stellt die Verführung dar, die unseren Fokus auf Konsum, Gier und Missgunst lenkt. Ranunka, die davon völlig befreit ist, kann sich selbstbewusst dagegen behaupten. Auch wenn wir alle in unserer Gesellschaft durch den Konsum geprägt wurden, können wir uns doch ein Beispiel an Ranunka nehmen und uns wieder mehr auf das wesentliche in unserem Leben besinnen: auf die Liebe und den Glauben an das Gute.
Kurzbeschreibung
Durch die Liebe zu einem Kaufmann landet Chrysantena, Prinzessin von Arabibien, in Dramanien. Vom Kaufmann betrogen, fordert sie als Wiedergutmachung sein 1. Kind – Ranunka. Mit dieser lebt sie abgeschieden im Wald. Eines Tages trifft dort der Prinz aus Dramanien ein. Beeindruckt von Ranunkas Bescheidenheit verliebt er sich in sie. Als Chrysantena diese Liebe aus Sorge vereiteln will, nimmt Ranunka ihr Schicksal in die Hand. Sie erfährt die Wahrheit über ihre Herkunft, unter anderem, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Diese aufzusuchen zieht böse Folgen mit sich, was Chrysantenas Leben fordert. Hoffnungsvoll reist Ranunka zum Sultan nach Arabibien, wo sich alle Verstrickungen aufklären. Ranunka und der Prinz entscheiden sich letztlich in Armut aber glücklich zu leben.
Besetzung/Rollen/Charakter
- Ranunka – die Hauptfigur, Tochter des Kaufmanns und Lutezia, Stieftochter von Chrysantena
- Chrysantena – Tochter des Sultans von Arabibien
- Kaufmann – ehemaliger Geliebter von Chrysantena
- Lutezia – Frau des Kaufmanns
- Margarete – Zwillingsschwester von Ranunka
- Apfelverkäuferin bzw. Hausdame des Kaufmanns
- Prinz von Dramanien
- 2 Diener des Prinzen
- Sultan von Arabibien
- Sultana von Arabibien
- 1 Wachsoldat
- 2 Wachen des Sultans
- + 4 Personen aus der Stadt
Hinweis: Wachen und Diener können auch von Damen oder Herren übernommen werden!
Spielbar ab: 14 Jahre
Bühnenbild/Inszenierung
Dauer: 100 Minuten
(Erläuterung der Perspektive für folgende Infos -> Sicht vom Zuschauerraum auf die Bühne)
Wichtige Bühnenelemente:
- 1 Wand mit bemalter Vorder- und Rückseite
- ein Podest mit der Größe in Metern: 3Bx2Tx0,50H
- eine Treppe fürs Podest
- 2 Throne
Requisiten:
- 2 Tannenbäume
- 1 Bank
- 2 große Stoffbahnen in schwarz (oder 1001-Muster) und braun
Szene im Wald:
- Auf der Vorderseite ist die Hauswand der Waldhütte von Chrysantena. Diese steht links dahinter ein Podest mit Treppe, welches sich als Haus-Inneres eignet. Davor eine Sitz-Bank. Rechts auf der Bühne stehen 2 Kunst-Tannenbäume. Um diese wird der braune Stoff am Boden gelegt.
- Die Szene im Wald wird mit einer leichten Melodie eingeleitet. Ebenso wie die Pause.
Szene in der Stadt:
- Die Wand wird umgedreht und vor dem Podest erscheint nun die Hauswand eines Stadthauses, mit Bank davor. Die Tannenbäume werden mit grauem Tuch abgedeckt. Bei entsprechender Beleuchtung verschwinden diese und werden zu einem „Schatten“.
- Die Szene in der Stadt wird mit einer düsteren Melodie eingeleitet.
Vergiftungsszene:
- Die Vergiftungsszene findet in kompletter Dunkelheit statt. Eine mysteriöse Musik läuft im Hintergrund und endet mit einem Hexen-Lachen.
Szene in Arabibien:
- Die Stellwand steht nun hinter dem Podest und ein Stoff wie aus 1001-Nacht wird darüber gehängt (oder einfach ein schwarzer Stoff). Auf dem Podest stehen 2 Throne. Die Treppe wird von der Seite mittig nach vorne geschoben. Es können nach Gusto gern Ornamente, Säulen, etc. auf der Bühne verteilt werden, die an ein Palast-Inneres erinnern (je weniger steht, desto weniger muss geräumt werden… ;)).
- Die Szene in Arabibien wird mit einer orientalischen Musik eingeleitet.
Szene im Wald:
- Letzte Szene im Wald, wieder mit der leichten Melodie eingeleitet: Bäume und Bank stehen rechts auf der Bühne, die Stellwand mit dem Wald-Haus-Bild vor dem Podest.
- Das Stück endet mit dem Hexen-Lachen.
Ausführliche Synopsis
Im Prolog bietet eine Apfelverkäuferin, die ihre „süßen“ Äpfel an. Ein Wachmann vertreibt sie und warnt vor den vergifteten Äpfeln. Dennoch werden im Laufe der Geschichte einige das Vergnügen bzw. leid haben, diese verführerische Frucht zu sich zu nehmen.
Alles beginnt mit dem Streit zwischen Chrysantena, Prinzessin von Arabibien, und dem Kaufmann, mit dem sie nach Dramanien kam. Weil der Kaufmann sie mit einer anderen Frau, Lutezia, betrügt, fürchtet Chrysantena in Dramanien nun die Einsamkeit und fordert als Wiedergutmachung das 1. Kind des Kaufmanns – Ranunka. Dieser sieht sich mit dem Handel erleichtert – muss er das Kind nicht selbst finanzieren.
Ranunka wächst bei Chrysantena ärmlich im Wald auf. Eines Tages trifft der Prinz aus Dramanien dort auf Ranunka. Beeindruckt von ihrer Bescheidenheit verliebt er sich in sie. Auch Ranunka findet den Prinzen liebenswert. Chrysantena vereitelt die Turtelei zwischen den beiden und Ranunka ist sehr traurig. Aus Mitleid erzählt Chysantena ihr die Wahrheit über Ranunkas Eltern. Nun nimmt Ranunka ihr Schicksal selbst in die Hand und geht auf die Suche nach ihrer Familie.
In der Stadt erfährt sie von einer Frau, dass sie eine Zwillingsschwester namens Margarete habe. Diese Frau ist zufällig die Hausdame des Kaufmanns und entband damals die Zwillinge, was sie Ranunka aber verheimlicht. Auf Ranunkas Frage, warum die Familie sie niemals aufgesucht habe, antwortet die Hausdame, dass manchen Menschen Geld wichtiger sei als die Liebe. Enttäuscht aber auch dankbar bemerkt Ranunka, wie gut sie es bei Chrysantena hat.
Die Geschichte könnte hier nun zu Ende sein, wäre da nicht ihre Zwillingsschwester Margarete, die den Prinzen für sich haben will. Sie und die Hausdame planen Ranunka zu vergiften. Doch statt ihr stirbt Chrysantena. Zuvor offenbart sie Ranunka wer sie wirklich ist und rät Ranunka nach Arabibien zum Sultan und der Sultana zu reisen. Margarete, die alles heimlich mitverfolgt, trifft vor Ranunka im Palast ein, um sich selbst als Ranunka auszugeben. Beide ähneln sich sehr. Doch der Prinz ist auch anwesend und stellt ihnen Fragen, welche die richtige Ranunka beantworten kann. Das Sultanspaar schickt alle Sünder in die Wüste, um Buße zu tun und ernennen Ranunka zur rechtmäßigen Erbin. Diese und der Prinz wollen bescheiden aber glücklich in Chrysantenas Wald-Haus leben, wäre da nicht die Apfelverkäuferin….
Presse
Der Südkurier und das Wochenblatt für Radolfzell schrieben einen Artikel vor der Premiere:



