Kein bisschen weise | Copyright Bernd Schüren | Cantus Theaterverlag
Komödie / Sketche, Seniorentheater, Theater / Drama

Kein bisschen weise

Ein Abend für Rentner, solche, die es werden wollen und jene, die mit ihnen leben müssen.

Autor: Stefan Filipiak
Orchestrierung: Playback
Besetzung: Herren 1
Dauer: 90–110 Min.
UA: 19.10.2018, Martin-Luther-Kirche, Südwall 32, Mönchengladbach
DE: 19.10.2018, Martin-Luther-Kirche, Südwall 32, Mönchengladbach
Spielbar ab: 11–13 Jahre

Cantus Empfehlung: „Kein bisschen weise“ ist brandaktuell und trifft den Nerv einer gesamten Generation: die „jungen Rentner“ zwischen 60 und 75. Absolut jede Zuschauerin und jeder Zuschauer kennt einen „Bodo“ - wenn er nicht selbst einer ist oder sie einen zum Ehemann hat! Identifikationsquote: 100%. „Kein bisschen weise“ ist quasi ein „Millenium-Update“ von Loriots 30 Jahre altem „Papa ante Portas“. Der „Golden Ager“ von heute surft allerdings auf den Wellen und im Netz, er ist dynamisch, voller Tatendrang und hat die Modellbahnanlage gegen das Mountainbike getauscht. „Kein bisschen weise“ packt das Thema mit Witz, Ironie und Tiefgang an. Zusätzlicher Kniff des Stückes: Die Zuschauer werden mit vielen Beatles-Ohrwürmern in ihre eigene Jugendzeit zurückversetzt. Und nicht zuletzt: Mit „Kein bisschen weise“ kann ein Darsteller im jungen Seniorenalter richtig „abräumen“!

Besetzung/Rollen/Charakter

Bodo Held, 66, ehemals im mittleren Management der örtlichen Milchwerke tätig, Beatles – Fan


Dauer: 90 Minuten
Spielbar ab: 12 Jahre

Bühnenbild/Inszenierung

Das Stück spielt Bodos Garagenwerkstatt mit Teilen einer schrottreifen Ente. Während der Aufführung arbeitet er zeitweise unter der Motorhaube an der Einstellung des Zündzeitpunktes. Sollte sich das Bühnenbild als zu aufwendig erweisen, dann ist auch eine andere Reparaturtätigkeit an einem kleineren Bauteil denkbar und der Einbau findet im Off statt.

Bodo hört mittels eines alten Kassettengerätes verschiedene bekannte Stücke der Beatles. Die Musik aus seinen Jugendtagen ist dabei nicht schmückendes Beiwerk, sonder Rettungsanker, Seelentröser und Hoffnungsvermittler, die sein Gefühlsleben greifbar werden lässt.

Das gesamte Stück setzt auf eine starke Identifikation der Zuschauer mit Bodos Situation. Deshalb durchbricht der Darsteller bereits mit seinen ersten Sätzen die „4. Wand“ und baut einen „direkten Draht“ zum Publikum auf.

Ausführliche Synopsis

Die Zuschauer finden sich als Spaziergänger vor der Garage von Bodo Held wieder, seit einem Jahr Rentner und ehemals Leiter der Finanzbuchhaltung der örtlichen Milchwerke. Bodo schraubt in seiner Garage an einer 2 CV „Ente“ aus den 1970er Jahren, die er aus Begeisterung für die Beatles „Lucy“ getauft hat.

Im ersten Teil des Stückes blickt er zurück auf das vergangene Jahr, in dem er sich mühsam auf seine neue Situation einzustellen versuchte. Bodo schlägt den Bogen von der schwer zu ertragenden Feier im Betrieb mit völlig absurden Abschiedsgeschenken, dem brutalen ersten Tag in Rente mit emotionalem Totalabsturz, über den Versuch, sich selbst am Schopfe aus dem Loch zu ziehen und umso tiefer hinein zu fallen, als seine Frau seine Versuche, sich im Haushalt nützlich zu machen, verzweifelt ein Ende setzt.

Im zweiten Teil geht Bodo den Ursachen auf den Grund, warum die heutigen Rentner diesen „Freizeitstress“ überhaupt haben, der seinen Eltern noch völlig fremd war. Er ordnet die verschiedenen Möglichkeiten des Engagements ein, von sportlicher Betätigung über das Phänomen der „Seniorenstudenten“ bis zum Protest-Rentnertum seines Nachbarn Rolf. Und schließlich versucht er es dem Publikum mit seinen „weisen“ Erkenntnissen zu erleichtern, die Umstände und Einschränkungen des Alterns zu akzeptieren und damit umzugehen.

Am Schluss steht die Frage, ob „Lucy“ nach seinen diversen Reparaturversuchen vor Publikum nun anzuspringen gedenkt. Denn gemeinsam mit seiner Frau plant er, die gemächliche Reise in den Süden nachzuholen, die in den 1970er Jahren unter dem Einfluss von Berufseinstieg und Kinderplanung ein Traum geblieben war…

Presse

„Das Publikum hielt es am Ende nicht auf den Stühlen! Das Stück macht Lust auf Wiederholung!“
Rheinische Post, 23.10.18

„Eine tolle Premiere – mitreißend und überzeugend – … mit einem Wort: genial!“
Kirche aktuell, 11/18

„In seiner Paraderolle des 66-jährigen Bodo Held hielt Bernd Schüren mit Sicherheit manchem Zuschauer den Spiegel vor. Eine Vorstellung mit viel Humor, aber gleichzeitig aus dem wahren Leben gegriffen.“
Lokalbote Odenkirchen, 25.03.19

„Eine äußerst gelungene Aufführung!“
Aachener Zeitung, 08.04.19

Video

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