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Komödie / Sketche

Alles neu oder nochmal von vorn?

Ausgewählte Sketche aus dem Repertoire von „Comédie à la Carte“

Autor: Jo Hof
Besetzung: Damen 3 / Herren 2
Dauer: 90–110 Min.
Es entstanden im Laufe der Jahre eine Vielzahl von Szenen, die ganz oder teilweise für private oder geschäftliche Anlässe konzipiert und inszeniert wurden. In öffentlichen Aufführungen wurden die Szenen neu kombiniert.
Die Theatergruppe „Comédie à la Carte“ ging 1997 aus dem in Schwalbach a. Ts. gegründeten „statt-Theater“ hervor. Nachdem das Ensemble immer häufiger angefragt wurde, Einakter und kürzere Szenen zu bestimmten Anlässen zu spielen, formierte sich der „harte Kern“ der Gruppe zu einer „schnellen Eingreiftruppe in Sachen Comedy“, um mit Sketchen im Stile Loriots diese Nachfrage zu befriedigen.

Es entstanden im Laufe der Jahre eine Vielzahl von Szenen, die ganz oder teilweise für private oder geschäftliche Anlässe konzipiert und inszeniert wurden. So geht etwa „Das schlüsselfertige Haus“ auf ein Programm zurück, das zum 50. Geburtstag eines Bauunternehmers geschaffen wurde; die Sketche „Tante Trudes Teak-Tischchen“ und „Der Holzkopf“ waren ursprünglich Bestandteil einer Auftragsarbeit für die Möbelmesse in Kelkheim.

In öffentlichen Aufführungen wurden die Szenen neu kombiniert. Anerkennung fanden sie nicht nur beim Publikum dieser Veranstaltungen, sondern auch bei dem großen Vorbild der Akteure, Loriot alias Vicco von Bülow, der in einem Brief vom 13. April 1999 über die Texte und die Arbeit des Ensembles schrieb: „Ich hatte großen Spaß beim Lesen und kann Ihnen durchaus bestätigen, daß Ihre Sketche ‚etwas taugen‘. (…) Wie Sie Ihre Arbeiten bisher an den Mann bringen, finde ich sehr klug und ich könnte Ihnen wirklich keine bessere Möglichkeit nennen.“

Inszenierung

Alle Szenen wurden so konzipiert, dass sie sich mit minimalem Aufwand an Kostümen und Requisiten realisieren lassen, da das Ensemble oft – wie z. B. bei einem Auftritt für die Deutsche Bundesbank – als „Lauftheater“ agieren musste.

Inhalte

Inhaltlich werden vorwiegend die Themenbereiche „Liebe, Ehe und Familie“ und „Geschäftliches“ abgedeckt; hinzu kommen drei weitere Texte über „Andere Alltäglichkeiten“, die sich diesen Bereichen nicht zuordnen lassen. Alle Texte werden nachfolgend kurz inhaltlich vorgestellt.

Liebe, Ehe und Familie

  • „Alte Liebe“: Eine zufällige Begegnung mit einem verflossenen romantischen Abenteuer entpuppt sich unromantischerweise als Irrtum.
  • „Der Fernseher“: Auf der Suche nach einem neuen Fernsehapparat gerät ein älteres Ehepaar in Streit über die Frage, wer Schuld am Defekt des alten Gerätes war.
  • „Der Hochzeitstag“: Käthe hat schon lange vergessen, warum sie ihren Pascha von einem Mann geheiratet hat, doch der bevorstehende Hochzeitstag bringt sie auf eine Idee, wie er ihr noch einmal zu einer glücklichen Zeit verhelfen kann: er muss nur das spezielle Pilzgericht essen, dass sie ihm zubereiten will.
  • „Tante Trudes Teak-Tischchen“: Der gemeinsame Möbeleinkauf von Mutter und Tochter für die erste eigene Wohnung der jungen Dame gerät zu einem Fiasko.
  • „Wer hat den Schlüssel?“: Ein Familienvater terrorisiert seine Lieben und die Nachbarin mit seinen Vorstellungen von generalstabsmäßiger Planung einer Reise.
  • „Muttertag – oder: Ruf‘ doch mal an!“: Fünf Telefonate zwischen Söhnen und ihren Müttern … oder den Frauen, die sie fälschlicherweise an die Strippe bekommen.

Geschäftliches

  • „Alles neu oder nochmal von vorn?“: Eine Führungsbesprechung auf oberster Ebene einer Bäckerei führt zu höchst einfachen und praktischen Problemlösungen.
  • „Das schlüsselfertige Haus“: Ein Mann mit offensichtlich etwas seltsamen Vorstellungen verirrt sich in das Büro einer Baufirma.
  • „Doris kämpft – oder: Es lebe die weibliche Solidarität“: Schreibkraft Doris wird von ihren älteren Kolleginnen nicht nur über interessante Details aus der Firmengeschichte unterrichtet, sondern auch zum Widerstand gegen ihren Chef motiviert … und findet sich plötzlich in einer sehr verlassenen Position wieder.
  • „Hey, Chef!“: Der Lieferant eines obskuren Elektrogeräts schafft es mit einer ganz eigenen Überzeugungstaktik, das Ding tatsächlich an den Mann zu bringen.
  • „Der Putz-Azubi“: Eine Reinigungsfachkraft versucht ihrer Auszubildenden klar zu machen, welch wissenschaftlich anspruchsvollen Beruf sie erlernt – mit unerwarteten aber durchaus logischen Konsequenzen.

Andere Alltäglichkeiten

  • „Fankurve“: An einer Straßenecke, gegenüber einem Hotel, bringen Gerüchte über die Anwesenheit eines Prominenten drei weibliche Fans zusammen. Allerdings stellt sich heraus, dass jede von ihnen auf die Begegnung mit einer anderen Person hofft.
  • „Wo ist die Modenschau?“: Eine ebenso modebewusste wie desorientierte Dame trifft bei der Suche nach dem Ort einer Veranstaltung auf einen stoischen und nicht besonders hellen Hausmeister.
  • „Theatercafé“: Im Theatercafé kommen die unterschiedlichsten Charaktere zusammen, in diesem Fall zwei verkannte Diven und ein Knattercharge mit einem nervigen Hang zu großen Szenen aus Bühnenklassikern.

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