Schloßberg - Freiheit fordert Farbe | Copyright Jordan Al/Pixabay | Cantus Theaterverlag
Allgemein, Familienmusical, Musical / Musiktheater, Schulmusical

Schloßberg

Freiheit fordert Farbe

Autor: Manuel Buch
Musik: Manuel Buch
Orchestrierung: Band, Chor
Besetzung: Damen 8 / Herren 8
Dauer: 120–150 Min.
UA: 01.07.2015, Mainz
DE: 01.07.2015, Mainz
Spielbar ab: 14–15 Jahre

Cantus Empfehlung: Ein Feuerwerk an Motiven, die in gleichermaßen mitreißender und bezaubernder Weise in ein zunächst außergewöhnliches Setting eingebunden sind, das bei näherer Betrachtung aber aktueller ist denn je. Freiheit fordert Farbe – und Mut sie zu bekennen.

Zwei Geschwister gelangen durch Zufall in eine Welt, die sich in vielerlei Hinsicht von ihrer eigenen unterscheidet, die zu verändern sie aber schnell als Aufgabe für sich entdecken. Während viele dankbar sind für neue Impulse und eine Erweiterung des eigenen wie geographischen Horizonts, stößt bei anderen das Neue auf Widerstand, der sich auch in körperlichen Bedrohungen und Zerstörung äußert. Dem treten die Geschwister und ihre Mitstreiter mit Fantasie, Entschlossenheit und der erforderlichen Portion Größe entgegen.

Besetzung/Rollen/Charakter

In der bunten Welt:

  • Julia, cool und unternehmungsfreudig, gewöhnt sich nur langsam an das Leben in Schloßberg, sorgt aber dann dafür, dass alles bunter wird (mit mehreren solistischen Liedern in mittlerer Sopranlage)
  • Bastian, ihr schüchterner Bruder, der sich in Schloßberg zunächst sehr wohlfühlt, später aber seine Schwester bei den Veränderungen unterstützt (hat mehrere solistische Lieder in Alt-, bzw. Basslage)
  • Mädchen, mit dem Bastian gerne ausginge, das jedoch nichts davon weiß
  • ihr Freund, mit dem es ausgeht
  • Mutter (von Julia und Bastian), geschieden, hat Organisationsprobleme mit ihrem Ex-Mann
  • Daniel, Bastians Freund und Bruder im Geiste, was Schloßberg und den sozialen Status angeht
  • Julias Freundin, die Bastian langweilig findet

In der Welt dazwischen:

  • Televisia, extrovertierte Dame, die Julia und Bastian in die Schwarz-Weiß-Welt befördert und Bastian mit Sophie später von dort zurückholt (hat zwei solistische Lieder in mittlerer Sopranlage)
  • Assistentinnen von Televisia, die ihr dabei helfen

In der Schwarz-Weiß-Welt:

  • Maria (in Prolog und Szene 2, wird dann von Julia ersetzt)
  • Stefan, ihr Bruder (in Prolog und Szene 2, wird dann von Bastian ersetzt)
  • Gerhard, der Vater von Maria und Stefan, wehrt sich sehr lange gegen jegliche Veränderung und setzt damit seine Ehe aufs Spiel (mit kurzem Solo)
  • Margarete, die Mutter von Maria und Stefan, die sich sehr für die neuen Entwicklungen interessiert und sich schließlich vorübergehend von ihrem Mann trennt (mit solistischem Lied in mittlerer Sopranlage)
  • Vincent, Cafébesitzer und potenzieller Künstler, der in Margarete verliebt ist und mit Bastian ein aufrüttelndes Gemälde erstellt (mit kurzem Solo)
  • Sophie, die Stefan alias Bastian bewundert und schließlich mit ihm in die reale Welt geht (mit solistischem Lied in mittlerer Sopranlage)
  • Dorothea, Gabriela und Veronika, pubertäre Freundinnen von Maria
  • Anton, der mit Maria alias Julia ausgehen möchte und verblüfft davon ist, wie rasch sie zur Sache kommt (mit solistischem Lied in mittlerer Tenorlage)
  • Lukas, der als erster ein beschriebenes Buch hat
  • Frau Lang, die Lehrerin, die auf außergewöhnliche Fragen mit Unverständnis reagiert
  • Bürgermeister, der für schwarz-weiße Ordnung sorgen möchte
  • Friseur, der der Meinung des Bürgermeisters ist
  • Arzt, der der Meinung des Bürgermeisters ist
  • Gustav, der Farbige angreift
  • Hans, der Gustav als Vorbild hat
  • Polizist, der zum ersten Mal jemanden bewacht
  • Schüler, Cafébesucher, Bewohner von Schloßberg, Polizisten, die die Stadt lebendig machen

Bühnenbild/Inszenierung

Das Musical lebt viel von Gegensätzen. Schwarz-weiß – bunt, gereimte Verssprache – Umgangssprache, konventionell – individuell/freiheitlich und Schüchternheit – Mut sind nur einige davon. Alle tatsächlichen Revolutionen, die hier gewissermaßen im Zeitraffer stattfinden, werden jedoch nicht als kriegerischer Akt dargestellt, sondern die Überwindung der Gegensätze erfolgt durch Kreativität und künstlerischen Ausdruck. Eine entsprechend zunehmend farbenfrohe Gestaltung von Bühnenbild und Kostümen bietet sich an, Videoeinspielungen können den Weltenwechsel verdeutlichen.

Die Musik ist eine Mischung aus Pop, Rock und filmmusikalischen Elementen, die zu Anfang einem mehr volksliedhaften Ton der Schlossberger Lieder gegenüberstehen. Es gibt mehrere solistische Rollen und zahlreiche Chorauftritte, die auch die Möglichkeit für Choreographien bieten.

Aufgrund der vielen gesellschaftlichen Problemfelder und Anspielungen auf historische Fakten, die im Stück eingearbeitet sind und thematisiert werden und wegen der anspruchsvollen gereimten Verssprache der Schlossbergbewohner empfehlen wir, das Stück mit Oberstufenschülern oder älteren Mittelstufenschülern einzuüben. Je nach Bedarf und Möglichkeiten sind einige der Sprechrollen durch die gleichen Schauspieler darstellbar.

Besetzung:

  • Damen/Anzahl: 8-10
  • Herren/Anzahl: 8-10

Dauer: 

  • ca. 120 Minuten

Spielbar ab: 

  • 14 Jahren

Ausführliche Synopsis

Julia und Bastian sind zwei sehr ungleiche Geschwister, die – von einer Art Fernsehgöttin – aus der realen Welt in eine Serienwelt befördert werden, die zwar sorglos ist, aber veraltete Gesellschaftsstrukturen aufweist, in gereimten Versen spricht und keine Farben außer Schwarz und Weiß kennt.

Insbesondere Julia vermisst die individuellen Freiheiten und bringt durch ihre Sprache, aber auch aufrüttelnde Nachfragen und die Art der Kontaktaufnahme das Leben in Schloßberg durcheinander.

Bastian sträubt sich anfangs dagegen, ist er doch ein Kenner und großer Freund der Serie, merkt jedoch bald, dass die Veränderung gut ist. Er hilft dem Caféinhaber Vincent, seine künstlerische Ader zu entfalten und steht seinem sehr konservativen (Serien-)Vater zur Seite, der völlig aus der Bahn geworfen wird, als seine Frau einfach das Haus verlässt und er ohne Essen und frische Kleidung da steht.

Doch die Farbe, die durch jede Veränderung mehr in den Ort kommt, ruft im Bürgermeister und seinen Anhängern auch Gegner auf den Plan. Sie versuchen, den in ihren Augen moralischen Verfall durch Regeln aufzuhalten und schrecken dabei auch vor Zerstörung und Verhaftung nicht zurück.

Die Farbigen indes lassen sich nicht einschüchtern und sinnen auf eine große Überzeugungsaktion.

Hörprobe

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