Die Mission - Friedrich Spee und die Hexenprozesse | CANTUS-Theaterverlag
Freilichtbühne, Histotainment, Schultheater, Theater / Drama

Die Mission

Friedrich Spee und die Hexenprozesse

Autor: Eckhard Wurm
Orchestrierung: keine
Besetzung: Damen 7 / Herren 18
Dauer: 120–150 Min.
Spielbar ab: 14–15 Jahre

Cantus Empfehlung: Friedrich Spee ist heutzutage, wenn überhaupt, nur noch bekannt als Verfasser von Kirchenliedern und religiöser Erbauungslyrik. Sein selbstloser Einsatz gegen den Hexenwahn ist heute leider weitgehend vergessen. Dabei ist seine furchtlose Haltung nach wie vor - und gerade heute wieder - von großer Aktualität.

Kurzbeschreibung

Friedrich Spee, 1591 – 1635, war ein katholischer Theologe, der dem Jesuitenorden angehörte. In seinen bekanntesten Werk, der “Cautio Criminalis” von 1631, kritisierte er die Hexenprozesse und trug damit maßgeblich zum Ende des Hexenwahns in Deutschland bei. Diesem mutigen Mann ist dies Stück gewidmet.

Das vorliegende Stück basiert auf den Lebensdaten von Friedrich Spee. Dabei sind bestimmte Ereignisse umgestellt und neu bewertet. Es handelt sich somit nicht um eine exakte Biografie, sondern um ein Theaterstück auf der Basis seines Lebensweges.

Bühnenbild/Inszenierung

Das Stück erfordert nur ein Bühnenbild. Durch wenige Requisiten und gezielten Lichteinsatz können die verschiedenen Spielorte und Spielzeiten in Szene gesetzt werden.

Besetzung:

  • Damen/Anzahl: 7 / mindestens 4
  • Besetzung Herren/Anzahl: 18 / mindestens 7

Dauer: 2 Stunden

Spielbar ab: 15 Jahre

Ausführliche Synopsis

Friedrich Spee wird auf einem Ritt nach Peine von einem Unbekannten überfallen und schwer verletzt. Er war unterwegs, um in Peine eine Stelle als Missionar anzutreten. Spee überlebt den Überfall nur knapp. Im Spital von Peine wacht er auf. Gepflegt von zwei Nonnen, sammelt er wieder Kraft. Während dieser Genesungszeit ziehen einzelne Stationen seines Lebens in seinem Gedächtnis an ihm vorüber.

In 21 Szenen wird Spees Werdegang von seiner Kindheit in Kaiserwerth über seine Schulzeit in Köln und sein Eintritt in den Jesuitenorden dargestellt. Spees größter Wunsch war es, von seinem Orden als Missionar nach Südamerika oder Asien geschickt zu werden, um dort die Botschaft Jesu zu verbreiten. Zu seiner Enttäuschung wird ihm dieser Wunsch nicht gewährt. Stattdessen muss er in Deutschland bleiben.

Hier wird er mit dem weitverbreiteten Hexenwahn konfrontiert, bei dem immer wieder unschuldige Frauen (und Männer!) als Hexen verurteilt und hingerichtet werden. Das Schicksal dieser Menschen erschüttert Spee. Er besucht Gefängnisse und Folterstätten, um den leidenden Menschen beizustehen. Sein Einsatz stößt auf erbitterten Widerstand der Amtskirche und seiner eigenen Ordensoberen.

Seine Kritik am Hexenwahn fasst er zusammen in seiner Schrift “Cautio criminalis”. Um Repressalien zu entgehen, muss er das Buch zunächst anonym veröffentlichen. Dennoch ist die Wirkung enorm. Die Veröffentlichung trägt schließlich dazu bei, dass die Hexenverfolgung in Deutschland beendet wird.

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